Kärntner Seen - Bericht

Feldsee

Trophie: schwach mesotroph

Die mittlere Gesamt-Phosphor-Konzentration im Epilimnion (0-6 m) und der volumsbezogene Mittelwert über die Wassersäule (0-26 m) entsprachen 2018 der schwach mesotrophen Nährstoffklasse.

Die höchste Sichttiefe mit 6,1 m wurde im Mai gemessen, im August war das Seewasser mit 3,4 m etwas weniger klar.

Die Gesamt-Phosphor-Konzentration als Maß für das Nährstoffangebot bewegte sich mit Werten zwischen minimalen 9 µg/l (Mai) und maximalen 21 µg/l (November). Über Grund stiegen die Phosphor-Gehalte im Vergleich zu den beiden Vorjahren weniger stark auf maximal 123 µg/l an. Die Tiefenwasserbelüftungsanlage wurde am 8. Mai 2018 in Betrieb genommen und brachte Sauerstoff in das Hypolimnion ein, so dass die Sauerstoffzehrung beim bakteriellen Abbau von abgesunkener organischer Substanz kompensiert wurde. Erst nach dem Abschalten der Belüftung Ende August stieg die Sauerstoffgrenze im November, kurz bevor der See von der Zirkulation vollständig erfasst wurde, auf 14 m an und die Gesamt-Phosphor-Konzentration (123 µg/l) in 24 m ließ auf eine Rücklösung von Phosphor aus dem Sediment schließen.

Die höchste Nitrat-Stickstoff-Konzentration im Epilimnion (0-6 m) wurde Anfang April mit 261 analysiert, die Minimal-Konzentration von 21 µg/l wurde Ende August dokumentiert.

Das Phytoplankton-Biovolumen in der Oberflächenschicht (0-6 m) lag mit durchschnittlichen 0,557 mm³/l auf dem Niveau der beiden Vorjahre. Die mittlere Chlorophyll-a-Konzentration entsprach mit 5,3 µg/l schwach mesotrophen Verhältnissen.
2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 |
NameTiefenMittelMinMaxGrafik
Sichttiefe (m)44,83,46,1
Temperatur (°C)0 m413,37,520,2
pH-Wert1 m47,96,99
Leitfähigkeit (µS/cm)1 m4118112123
Gesamt-Phosphor (µg/l) gew.0 - 26 m4151220
Phytoplankton (mm³/l) gew.0 - 26 m40,690,2620,913
Gesamt-Phosphor (µg/l) 0 - 6 m413921
Orthophosphat-Phosphor (µg/l) 0 - 6 m4< 2< 24
Nitrat-Stickstoff (µg/l)0 - 6 m416721261
Phytoplankton (mm³/l)0 - 6 m40,5570,4350,775
Chlorophyll a (µg/l)0 - 6 m45,348
Gesamt-Phosphor (µg/l) 26 m45822123
Ammonium-Stickstoff (µg/l)26 m48243301800
Sauerstoff (mg/l)26 m4< 0,2< 0,2< 0,2
2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 |
Feldsee

Allgemeine Informationen:

Im Hochsommer erreicht der Feldsee, auch Brennsee genannt, Temperaturen bis zu 26 °C. Der beliebte Badesee liegt auf einer Seehöhe von 739 Metern. Er hat eine Wasserfläche von knapp über 41 Hektar. Seine maximale Tiefe beträgt 26,3 Meter. Das Einzugsgebiet des Sees erstreckt sich über 8,3 km².

Eingebettet zwischen den Nockbergen. Der Feldsee liegt im Gegendtal, in einer Talfurche, die sich von Radenthein in südöstlicher Richtung gegen den Ossiacher See hinzieht und sich zwischen Wöllanernock und Mirnock befindet. Die Hänge fallen verhältnismäßig steil zum See hin ab. Während die Mirnockhänge weitgehend bewaldet sind, werden die sonnenexponierten Hänge nördlich des Sees überwiegend als Weideland genutzt, hier liegen auch mehrere große Bauernhöfe. Das Ufer des Feldsees ist teils verbaut, teils frei zugänglich.

Zu- und Abflüsse. Der See erhält einen Teil seines Zuflusses direkt aus dem Grundwasserstrom, zusätzlich gelangen von Norden eine Reihe kleinerer Zuflüsse mit geringen Wasserführungen in das Gewässer. Der Abfluss weist eine mittlere Wasserführung von 80 l/s auf und mündet in den Kleinkirchheimer Bach, der in weiterer Folge als Riegerbach in den Millstätter See fließt.

Die sehr gute Badewasserqualität erfreut die Badegäste jedes Jahr aufs Neue. Vor allem Familien nutzen das abwechslungsreiche Angebot an Badestellen. Der See weist eine moorige Charakteristik auf. Das Wasser ist daher eher trüb.

Morphometrische Daten

Feldsee - Geographische Daten
Geographische Länge13,7528904
Geographische Breite46,76896005
Seehöhe [m ü. A.]739
Feldsee - Morphometrische Daten
Fläche [km²]0,41193
Max. Tiefe [m]26,3
Mittlere Tiefe [m]15,4
Volumen [m³]6.274.453
Theoretische Wassererneuerungszeit [Jahre]2,5
Abfluss MQ (1971 - 1990) [l/s]80
Einzugsgebiet [km²]8,3

Tiefenkarte

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Tourismus:

Bestens gepflegte Wanderwege findet man rund um den See, angefangen vom Spaziergang bis zur mehrstündigen Wanderung. Für Radler finden sich gleichermaßen ebene Radwege wie auch ausgedehnte Mountainbiketouren.

Surfern und Seglern bietet der Feldsee aufgrund seiner Lage und der herrschenden Windbedingungen beste Verhältnisse. Für Taucher empfiehlt es sich, im Frühjahr oder Herbst auf Tauchtour zu gehen. Aufgrund des moorigen Charakters ist der See in den Sommermonaten eher trüb und die Sicht beim Tauchen nicht optimal.

Für jeden Sporttyp etwas. Urlauber können auch andere Sportarten wie Tennis, Golfen, Reiten, Laufen oder Nordic-Walken am Feldsee versuchen.

Freizeit. Im Alpenwildpark Feld am See können über 30 verschiedene Wildtierarten gefahrenlos bestaunt werden. In der Grizzly-Welt kann die kanadische Wildnis hautnah erlebt werden. Ein Fischmuseum lädt zum Bestaunen heimischer Fischarten ein.

Fischbestand:

Im Feldsee leben folgende 16 Fischarten:


Ein großer Fischbestand erfreut die Angler am Feldsee. Der jährliche Ertrag schwankt zwischen 30 und 40 kg/ha, wobei ein Großteil davon Besatzfische wie Hechte und Karpfen ausmachen. Als natürlicher Ertrag können 27 kg/ha angegeben werden. Der große Bestand an Fischen ist auf den Besatz und auf den üppigen Unterwasserpflanzenbestand zurückzuführen (STURM, 1991).

Fischereiliche Nutzung. Sowohl Hechte als auch Welse weisen gute Bestände auf, die regelmäßig nachbesetzt werden. Der Barschbestand im Feldsee ist außerordentlich gut, es werden Exemplare bis zu 50 cm Länge und über 1 kg Gewicht gefangen. Der Feldsee wird von der Fischzucht Feld am See bewirtschaftet und angelfischereilich genutzt. Für Hobby- oder Sportfischer empfiehlt es sich zu Wasser von einem Boot aus zu fischen, da das Betreten so mancher günstig erscheinender Plätze am Ufer des Sees auf Grund von Privatbesitztümern verboten ist.

An Friedfischen dominieren Rotauge, Rotfeder und Laube. Während die Zanderfänge trotz regelmäßiger Besatzmaßnahmen in den letzten Jahren abnahmen, ist der Bestand an Aalen weiterhin groß, obwohl man seit 1980 auf einen weiteren Besatz verzichtet. In letzter Zeit erfolgte ein Besatzversuch mit Seeforellen (Salmo trutta f. lacustris). Von den Angelfischern werden hauptsächlich Karpfen, Hecht, Aal, Barsch und Reinanken gefangen.

Krebsvorkommen:

Besatz mit Edelkrebsen. Bis in die späten 1970er Jahren war im Feldsee ein dichter Edelkrebsbestand (Astacus astacus) zu finden. Sein Verschwinden ist vermutlich auf das Auftreten einer Krebspestepidemie rückzuführen. Seit 1992 wurden jährlich rund 1.000 Stück Edelkrebse im See ausgesetzt. Dadurch soll sich allmählich wieder ein Krebsbestand im See entwickeln.
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