Kärntner Seen - Bericht

Feldsee

Trophie: schwach mesotroph

2019 entsprach der Feldsee (Brennsee) hinsichtlich der Gesamt-Phosphor-Konzentrationen sowohl im Epilimnion (0-6 m) als auch über die gesamte Wassersäule (0-26 m) der schwach mesotrophen Nährstoffklasse.


Die Sichttiefenwerte bewegten sich je nach Höhe des Algenbiovolumens zwischen 3,4 m (Juni) und 4,5 m (Dezember).


Die Gesamt-Phosphor-Konzentrationen im Epilimnion (0-6 m) lagen an allen Terminen ebenso wie die volumsbezogenen, gewichteten Werte über die Wassersäule (0-26 m) innerhalb der schwach mesotrophen Trophiestufe. Das Maximum im November war mit 12 µg/l deutlich geringer als 2018 (21 µg/l). Die maximale Gesamt-Phosphor-Konzentration mit 193 µg/l wurde aufgrund von Rücklösungsprozessen aus dem Sediment im Dezember über Grund gemessen, bevor die Durchmischung den gesamten Wasserkörper erfasste.


Im Frühjahr war bis zum Grund Sauerstoff (3,8 mg/l) vorhanden. Im Juni verlief die Sauerstoffgrenze (<0,2 mg/l) in 16 m Tiefe. Die Tiefenwasserbelüftungsanlage wurde am 1.Juli 2019 in Betrieb genommen und brachte Sauerstoff in das Hypolimnion ein, so dass die Sauerstoffzehrung beim bakteriellen Abbau von abgesunkener organischer Substanz verringert wurde. Am 2.September wurde die Sauerstoffgrenze in 14 m Tiefe dokumentiert, am selben Tag erfolgte die Abschaltung der Belüftungsanlage. Mit der Herbstzirkulation wurde Sauerstoff in das Hypolimnion eingebracht, die Sauerstoff-Konzentration sank erst in 20 m Tiefe unter 0,2 mg/l.


Die mittlere Nitrat-Stickstoff-Konzentration (149 µg/l) bewegte sich ähnlich wie das durchschnittliche Phytoplankton-Biovolumen (0,44 µg/l) auf dem Niveau des Vorjahres. Die mittlere Chlorophyll-a-Konzentration entsprach mit 4,0 µg/l schwach mesotrophen Verhältnissen.


2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 |
NameTiefenMittelMinMaxGrafik
Sichttiefe (m)44,13,44,5
Temperatur (°C)0 m414,46,322,6
pH-Wert1 m48,27,48,8
Leitfähigkeit (µS/cm)1 m4124120129
Gesamt-Phosphor (µg/l) gew.0 - 26 m4141216
Phytoplankton (mm³/l) gew.0 - 26 m40,960,202,11
Gesamt-Phosphor (µg/l) 0 - 6 m4111012
Orthophosphat-Phosphor (µg/l) 0 - 6 m4<223
Nitrat-Stickstoff (µg/l)0 - 6 m4149<60269
Phytoplankton (mm³/l)0 - 6 m40,440,210,84
Gesamt-Phosphor (µg/l) 26 m47018193
Ammonium-Stickstoff (µg/l)26 m47431121959
Sauerstoff (mg/l)26 m41<0,23,8
2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 |
Feldsee

Allgemeine Informationen:

Im Hochsommer erreicht der Feldsee, auch Brennsee genannt, Temperaturen bis zu 26 °C. Der beliebte Badesee liegt auf einer Seehöhe von 739 Metern. Er hat eine Wasserfläche von knapp über 41 Hektar. Seine maximale Tiefe beträgt 26,3 Meter. Das Einzugsgebiet des Sees erstreckt sich über 8,3 km².

Eingebettet zwischen den Nockbergen. Der Feldsee liegt im Gegendtal, in einer Talfurche, die sich von Radenthein in südöstlicher Richtung gegen den Ossiacher See hinzieht und sich zwischen Wöllanernock und Mirnock befindet. Die Hänge fallen verhältnismäßig steil zum See hin ab. Während die Mirnockhänge weitgehend bewaldet sind, werden die sonnenexponierten Hänge nördlich des Sees überwiegend als Weideland genutzt, hier liegen auch mehrere große Bauernhöfe. Das Ufer des Feldsees ist teils verbaut, teils frei zugänglich.

Zu- und Abflüsse. Der See erhält einen Teil seines Zuflusses direkt aus dem Grundwasserstrom, zusätzlich gelangen von Norden eine Reihe kleinerer Zuflüsse mit geringen Wasserführungen in das Gewässer. Der Abfluss weist eine mittlere Wasserführung von 80 l/s auf und mündet in den Kleinkirchheimer Bach, der in weiterer Folge als Riegerbach in den Millstätter See fließt.

Die sehr gute Badewasserqualität erfreut die Badegäste jedes Jahr aufs Neue. Vor allem Familien nutzen das abwechslungsreiche Angebot an Badestellen. Der See weist eine moorige Charakteristik auf. Das Wasser ist daher eher trüb.

Morphometrische Daten

Feldsee - Geographische Daten
Geographische Länge13,7528904
Geographische Breite46,76896005
Seehöhe [m ü. A.]739
Feldsee - Morphometrische Daten
Fläche [km²]0,41193
Max. Tiefe [m]26,3
Mittlere Tiefe [m]15,4
Volumen [m³]6.274.453
Theoretische Wassererneuerungszeit [Jahre]2,5
Abfluss MQ (1971 - 1990) [l/s]80
Einzugsgebiet [km²]8,3

Tiefenkarte

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Tourismus:

Bestens gepflegte Wanderwege findet man rund um den See, angefangen vom Spaziergang bis zur mehrstündigen Wanderung. Für Radler finden sich gleichermaßen ebene Radwege wie auch ausgedehnte Mountainbiketouren.

Surfern und Seglern bietet der Feldsee aufgrund seiner Lage und der herrschenden Windbedingungen beste Verhältnisse. Für Taucher empfiehlt es sich, im Frühjahr oder Herbst auf Tauchtour zu gehen. Aufgrund des moorigen Charakters ist der See in den Sommermonaten eher trüb und die Sicht beim Tauchen nicht optimal.

Für jeden Sporttyp etwas. Urlauber können auch andere Sportarten wie Tennis, Golfen, Reiten, Laufen oder Nordic-Walken am Feldsee versuchen.

Freizeit. Im Alpenwildpark Feld am See können über 30 verschiedene Wildtierarten gefahrenlos bestaunt werden. In der Grizzly-Welt kann die kanadische Wildnis hautnah erlebt werden. Ein Fischmuseum lädt zum Bestaunen heimischer Fischarten ein.

Fischbestand:

Im Feldsee leben folgende 16 Fischarten:


Ein großer Fischbestand erfreut die Angler am Feldsee. Der jährliche Ertrag schwankt zwischen 30 und 40 kg/ha, wobei ein Großteil davon Besatzfische wie Hechte und Karpfen ausmachen. Als natürlicher Ertrag können 27 kg/ha angegeben werden. Der große Bestand an Fischen ist auf den Besatz und auf den üppigen Unterwasserpflanzenbestand zurückzuführen (STURM, 1991).

Fischereiliche Nutzung. Sowohl Hechte als auch Welse weisen gute Bestände auf, die regelmäßig nachbesetzt werden. Der Barschbestand im Feldsee ist außerordentlich gut, es werden Exemplare bis zu 50 cm Länge und über 1 kg Gewicht gefangen. Der Feldsee wird von der Fischzucht Feld am See bewirtschaftet und angelfischereilich genutzt. Für Hobby- oder Sportfischer empfiehlt es sich zu Wasser von einem Boot aus zu fischen, da das Betreten so mancher günstig erscheinender Plätze am Ufer des Sees auf Grund von Privatbesitztümern verboten ist.

An Friedfischen dominieren Rotauge, Rotfeder und Laube. Während die Zanderfänge trotz regelmäßiger Besatzmaßnahmen in den letzten Jahren abnahmen, ist der Bestand an Aalen weiterhin groß, obwohl man seit 1980 auf einen weiteren Besatz verzichtet. In letzter Zeit erfolgte ein Besatzversuch mit Seeforellen (Salmo trutta f. lacustris). Von den Angelfischern werden hauptsächlich Karpfen, Hecht, Aal, Barsch und Reinanken gefangen.

Krebsvorkommen:

Besatz mit Edelkrebsen. Bis in die späten 1970er Jahren war im Feldsee ein dichter Edelkrebsbestand (Astacus astacus) zu finden. Sein Verschwinden ist vermutlich auf das Auftreten einer Krebspestepidemie rückzuführen. Seit 1992 wurden jährlich rund 1.000 Stück Edelkrebse im See ausgesetzt. Dadurch soll sich allmählich wieder ein Krebsbestand im See entwickeln.
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