Kärntner Seen - Bericht

Naturbadesee Lavamünd

Trophie: mesotroph

Wie im Vorjahr entsprach der Lavamünder Badesees hinsichtlich des Nährstoffparameters Gesamt-Phosphor der mesotrophen Nährstoffklasse.

Im Juni waren sehr gute Sichtverhältnisse bis zum Gewässergrund gegeben. Neben der hohen Sichttiefe von 3,5 m wiesen die geringe Chlorophyll-a-Konzentration von 2 µg/l und die analysierte Gesamt-Phosphor-Konzentration von 17 µg/l auf eine eher mäßig hohe Schwebealgenproduktion im Frühsommer hin.

Im überdurchschnittlich warmen August wurde im Lavamünder Badesee eine höhere Gesamt-Phosphor-Konzentration von 22 µg/l bestimmt. Dementsprechend nahm auch die Algenproduktion zu, was zu einer stärkeren Trübung des Seewassers und Verminderung der Sichttiefe auf 2,5 m führte. Die höhere Phytoplanktonentwicklung am Ende der sommerlichen Hochproduktion spiegelte sich auch in der Zunahme der Chlorophyll-a-Konzentration auf 8 µg/l wider.

Die Gesamt-Phosphorwerte waren im Lavamünder Badesee sowohl im Mai als auch im August geringfügig höher als im Vorjahr. Bei einem Jahresmittel von 19 µg/l blieb das Gewässer innerhalb der mesotrophen Nährstoffklasse.
Unverändert zu den Vergleichsjahren waren nur geringe Mengen an Stickstoff im Lavamünder Badesee gelöst. Zu beiden Messterminen lagen die Nitrat-Stickstoff-Konzentrationen unter der Bestimmungsgrenze. Auch die Ammonium-N-Konzentration war mit einem Jahresmittel-Wert von 7 µg/l sehr gering.

Das Frühsommerplankton des Sees bestand vorwiegend aus Goldalgen, wie den bäumchenartig aufgebauten Kolonien von Dinobryon bavaricum. Auch die sternförmigen Zellformationen der Kieselalge Asterionella formosa bestimmten das mikroskopische Bild der Juniprobe, neben nadelförmigen Kieselalgen wie Ulnaria acus. Panzeralgen wie Peridinium umbonatum und Peridinium sp. wurden mit mittlerer Häufigkeitsstufe notiert. Im August unterschied sich die Artenzusammensetzung der Schwebealgen deutlich von jener der Juniprobe.
Gegen Ende der Badesaison wurde das Aufkommen von Grünalgen wie Coelastrum polychordum, Coelastrum microporum und Pediastrum gracillimum begünstigt und deutete hinsichtlich ihrer Trophieindikation auf ein höheres Nährstoffangebot im Spätsommer hin.

Am 22. September 2018 wurde im Rahmen einer Exkursion des Naturwissenschaftlichen Vereins für Kärnten eine Befischung im Lavamünder Badesee durchgeführt. Es wurden vorwiegend Lauben und Rotaugen, aber auch Schleien, Hechte und Aiteln gefangen.
2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 |
NameTiefenMittelMinMaxGrafik
Sichttiefe (m)232,53,5
Temperatur (°C)0 m223,722,524,8
pH-Wert1 m28,28,28,2
Leitfähigkeit (µS/cm)1 m2275269281
Gesamt-Phosphor (µg/l) 0 - 2 m2191722
Orthophosphat-Phosphor (µg/l) 0 - 2 m2< 2< 2< 2
Nitrat-Stickstoff (µg/l)0 - 2 m2< 11< 11< 11
Phytoplankton (mm³/l)0 - 2 mn.a.
Chlorophyll a (µg/l)0 - 2 m2528
Gesamt-Phosphor (µg/l) 2 m2191722
Ammonium-Stickstoff (µg/l)2 m27< 412
Sauerstoff (mg/l)2 m27,87,77,9
2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 |
Naturbadesee Lavamünd

Allgemeine Informationen:

Im Zuge von Sanierungsarbeiten im Stauraum des Kraftwerkes Lavamünd, entstand Mitte der 1970er Jahre der Naturbadesee Lavamünd. Er befindet sich südwestlich der Ortschaft Lavamünd, linksufrig des Stausees und rund 700 m flussauf der Staumauer. In den Jahren 2003 bis 2007 wurden neuerlich bauliche Maßnahmen zur Gestaltung des Badeteiches durchgeführt. Der See weist heute eine Wasserfläche von 8.800 m² auf, seine tiefste Stelle befindet sich im Bereich des Südwestufers und beträgt 6 m.

Morphometrische Daten

Naturbadesee Lavamünd - Geographische Daten
Geographische Länge14,931034
Geographische Breite46,648916
Seehöhe [m ü. A.]350
Naturbadesee Lavamünd - Morphometrische Daten
Fläche [km²]0,008800
Max. Tiefe [m]6
Mittlere Tiefe [m]2,5
Volumen [m³]30.000



Fischbestand:

Im Lavamünder Badeteich wurden 9 Fischarten nachgewiesen (FRIEDL & KERSCHBAUMER, 2002).

Als häufigste Art der im Jahr 2002 durchgeführten fischereilichen Untersuchung wurde das Rotauge genannt, das mit fast 75 % den Fischbestand dominierte. Der Barsch bildete weniger als 15 %.

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