Kärntner Seen - Bericht

Saisser See

Trophie: mesotroph

Der Saisser See war im Jahr 2019 aufgrund seiner Gesamt-Phosphor-Konzentration und seines Chlorophyll-a-Gehaltes als mesotrophes Gewässer einzustufen.


Im Juni betrug der mittels Secchi-Scheibe gemessene Sichttiefenwert 3,6 m, welcher bis August unverändert blieb. Die Sicht reichte somit bis nahe an den Gewässergrund.


Die Gesamt-Phosphor-Konzentration in der Oberflächenschicht (0-6 m) betrug im Jahresmittel 16,5 µg/l und blieb über das Jahr konstant in diesem Wertebereich.


Im Saisser See war zu allen Messterminen eine geringe Menge an Nitrat-Stickstoff gelöst, an beiden Terminen lag der Nitratwert unter der Bestimmungsgrenze. Zum Zeitpunkt des sommerlichen Produktionsgipfels (Ende August) stieg im Zuge der verstärkten Abbauprozesse die Ammonium-Stickstoff-Konzentration auf 126 µg/l an.


Sauerstoff war noch gegen Ende August mit 2,6 mg/l vorhanden. Der mittlere Sauerstoffgehalt im Jahr 2019 betrug 5 mg/l. An beiden Probenahmeterminen war Sauerstoff bis zum Gewässergrund vorhanden.


Die Chlorophyll-a-Konzentration als direktes Maß für die Algenmenge lag an beiden Untersuchungsterminen mit 7,4 und 11,9 µg/l im schwach mesotrophen bis mesotrophen Bereich.


Im Jahr 2019 lag das durchschnittliche Algenbiovolumen bei 0,61 mm³/l. Im Juli bildeten Chrysophyceae (Synura sp.) den Haupanteil mit 37 % am Gesamtbiovolumen, gefolgt von den Cryptophyceae (Dinobryon sertularia) mit 27 %. Ende August dominierten Bacillariophyceae mit Aulacoseira sp. und einem Anteil von 38 % am gesamten Algenbiovolumen. Mit 17 % Anteil folgten Chlorophyceae, mit Vertretern wie, Nephrocytium sp., Kirchneriella sp., Scenedesmus sp. usw., die allesamt auf den nährstoffreicheren Charakter des Sees hinwiesen.


Die letzte Beprobung des Saiser Sees fand im Jahre 2008 statt. Vergleicht man die Messwerte des Gewässers aus dem Jahre 2008 mit dem letzten Jahr, war festzustellen, dass sich hinsichtlich der meisten physikalisch-chemischen Parameter keine gravierenden Veränderungen für das Gewässer ergaben. So war die Gesamt-Phosphor-Konzentration im Jahr 2008 nur geringfügig geringer (12,9 µg/l), ebenfalls der Sauerstoffgehalt (0,2 mg/l).


Der Chlorophyll-a Wert und das Phytoplankton-Biovolumen wurden 2008 nicht erhoben.



2020 |
NameTiefenMittelMinMaxGrafik
Sichttiefe (m)23,63,53,6
Temperatur (°C)0 m2252525
pH-Wert1 m27,97,97,9
Leitfähigkeit (µS/cm)1 m2176175177
2020 |
Saisser See

Allgemeine Informationen:

Oberhalb von Velden in 593 m Seehöhe in einer Senke des den Wörthersee im Norden begleitenden Altkristallinzuges liegt der Saisser See. Seine leicht bräunliche Wasserfarbe verdankt dieser See den umgebenden dunklen Moorböden.

Nur wenige kleine Rinnsale aus den Moorwiesen im Westen, Nordwesten und Osten und vom nördlichen Waldhang speisen den Saisser See. Ein kleiner Bach im Südwesten ist der einzige Abfluss. Der See ist äußerst schwach durchströmt. Das Einzugsgebiet im Altkristallin bewirkt einen geringen Elektrolytgehalt und fördert die Bildung von saurer Moorvegetation im Verlandungsbereich.

Naturbelassene Ufer. Die Ufer des Saisser Sees sind weitgehend naturbelassen. Im Norden und Süden grenzen Föhren- und Fichtenforste direkt an den See. Das Westufer wird von moorigen Wiesen begrenzt. Hier findet sich auch der einzige öffentliche Badeplatz. Der Verlandungsbereich des Ostufers geht in saure Moorwiesen über. Der Saisser See zeichnet sich durch eine ausgeprägte Unterwasservegetation aus. In einem Tiefenbereich zwischen 1,5 und 4,5 m befindet sich ein geschlossener Teppich aus Armleuchteralgen. In geringeren Tiefen sind größere Bestände von Tausendblatt und Krausenlaichkraut anzutreffen.

Morphometrische Daten

Saisser See - Geographische Daten
Geographische Länge14,03415568
Geographische Breite46,62894067
Seehöhe [m ü. A.]593
Saisser See - Morphometrische Daten
Fläche [km²]0,133
Max. Tiefe [m]6,6
Mittlere Tiefe [m]4,3
Volumen [m³]575.431

Tiefenkarte

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Fischbestand:

Aus dem Saissersee sind folgende 11 Fischarten bekannt (GLATZ & HACKER, 1979):


Angelfischereiliche Nutzung. Den Hauptanteil im See nehmen die Güster vor den Barschen ein. Angelfischereilich sind neben Karpfen und Schleien vor allem Welse und Hechte von großem Interesse. Fischereiberechtigt ist die Familie Wrann aus Velden.

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