Kärntner Seen

Pischeldorfer Badeteich

Trophie: schwach mesotroph

Der Pischeldorfer Badeteich war 2018 aufgrund von Gesamt-Phosphor und Chlorophyll-a wieder als schwach mesotrophes Gewässer einzustufen.

Die mittlere Gesamt-Phosphor-Konzentration stieg von 11 µg/l (2017) auf 13 µg/l an.

Der Nitrat-Stickstoff war mit einer mittleren Konzentration von 2.532 µg/l wieder (2017: 2.566 µg/l) hoch, was auf eine Belastung aus dem landwirtschaftlich genutzten Einzugsgebiet hinweist.

Die Sauerstoffversorgung war mit stets mehr als 9 mg/l gut und trug wesentlich zur niedrigen Ammonium-Stickstoff-Konzentration von durchschnittlich 24 µg/l bei.

Im Frühsommer war entsprechend der geringen Phosphor-Konzentration von 8 µg/l eine geringe Algenmenge entwickelt, die in der Chlorophyll-a-Konzentration von nur 2 µg/l zum Ausdruck kam. Ende August lag eine Gesamt-Phosphor-Konzentration von 18,1 µg/l vor. Demgemäß wuchs die Algenpopulation und die Chlorophyll-a-Konzentration stieg auf 10 µg/l an. Somit sprachen die mittleren Konzentrationen von Gesamt-Phosphor und Chlorophyll-a für den nährstoffarmen schwach mesotrophen Bereich.

Gemäß der Chlorophyll-a-Konzentration bzw. der Algenentwicklung war Anfang Mai eine Sicht bis zum Grund (2 m) und Ende August eine Sichttiefe von 1,4 m gegeben. Damit war auch anhand der Sichttiefe eine Trübung des Gewässers infolge der Algenentwicklung aufgrund des zunehmenden Nährstoffangebotes zu erkennen. Die Algengemeinschaft war Anfang Mai als auch Ende August von den Kieselalgen (Bacillariophyceae) in Bezug auf Artenzahl und deren Häufigkeiten dominiert. Besonders die centrische Art Cyclotella sp. prägte im Mai (07.05.2018) mit der Häufigkeit 5 (der 5-stufigen Häufigkeitsskala) das Algenplankton. Im August (21.08.218) wurden nur mittlere Häufigkeiten (Häufigkeit 3) durch die Kieselalgen Fragilaria sp. und Fragilaria ulna var. angustissima, die Goldalge (Chrysophyceae) Dinobryon divergens und die Schmuckalge (Conjugatophyceae) Staurastrum sp. erzielt. Insgesamt wurden 25 Arten aus 6 Algenklassen (Bacillariophyceae, Chlorophyceae, Chrysophyceae, Conjugatophyceae, Cyanophyceae, Dinophyceae) bestimmt.
2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 |
NameTiefenMittelMinMaxGrafik
Sichttiefe (m)21,71,42
Temperatur (°C)0 m221,118,224
pH-Wert1 m27,87,87,9
Leitfähigkeit (µS/cm)1 m2589574603
Gesamt-Phosphor (µg/l) 1 m213818
Orthophosphat-Phosphor (µg/l) 1 m22< 23
Nitrat-Stickstoff (µg/l)1 m2253222942769
Ammonium-Stickstoff (µg/l)1 m2241830
Sauerstoff (mg/l)1 m210,29,610,7
Phytoplankton (mm³/l)1 mn.a.
Chlorophyll a (µg/l)1 m26210
2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 |
Pischeldorfer Badeteich

Allgemeine Informationen:

Künstlicher Badeteich. Der Pischeldorfer Badeteich ist ein künstlich entstandenes Gewässer.

Morphometrische Daten

Pischeldorfer Badeteich - Geographische Daten
Geographische Länge14,46346529
Geographische Breite46,69046533
Seehöhe [m ü. A.]465
Pischeldorfer Badeteich - Morphometrische Daten
Fläche [km²]0,0075
Max. Tiefe [m]2,4



Fischbestand:

Vor dem Ablassen im Winter 1995/96 wurde folgender Fischbestand vorgefunden:


Geringer Fischbestand. Durch das Ablassen im Winter 1995/96 und darauffolgendes Trockenlegen wurde fast der gesamte Fischbestand zerstört, seit der Badenutzung finden keine angelfischereiliche Nutzung und kein Besatz statt. Der Bestand an Fischen dürfte aus diesem Grunde äußerst gering sein.

Krebsvorkommen:

Edelkrebsbestand. Im Winter 1995/96 war auch noch ein guter Bestand an Edelkrebsen (Astacus astacus) vorhanden.
DE | EN | IT | SI | FR