Kärntner Seen - Bericht

Pirkdorfer See

Trophie: schwach eutroph

Bei leicht abnehmender Tendenz der Phosphor- und Stickstoff-Konzentrationen ist der Pirkdorfer See wie im Vorjahr der schwach eutrophen Gewässerstufe zuzuordnen.

Im Frühsommer wiesen die klaren Sichtverhältnisse bis 1,5 m Tiefe (2017: Sichttiefe 80 cm) und vor allem der geringere Phosphorgehalt auf einen verminderten Nährstoffgehalt des Pirkdorfer Sees hin. Anfang Mai wurde eine Gesamt-Phosphor-Konzentration von 27 µg/l gemessen, die zum Vergleichstermin des Vorjahres bei 38 µg/l lag. Das analysierte Phytoplanktonbiovolumen von 0,890 mm³/l und die Chlorophyll-a-Konzentration von 4 µg/l belegten ein eher mäßiges Schwebealgenaufkommen zu Beginn der Badesaison.

Gegen Ende des überdurchschnittlich warmen Augusts stieg die Gesamt-Phosphor-Konzentration im Pirkdorfer See auf 44 µg/l an, während der Nitrat-Stickstoff als weiterer Pflanzennährstoff in der Wassersäule fast völlig aufgezehrt wurde und unter der Bestimmungsgrenze zu liegen kam.
Die über das Untersuchungsjahr 2018 gemittelte Gesamt-Phosphor-Konzentration fiel mit 35 µg/l geringer als der Vorjahreswert aus, wies das Gewässer jedoch weiterhin der schwach eutrophen Stufe zu.

Das Anfang Mai analysierte Phytoplankton-Biovolumen von 0,890 mm³/l belegte ebenso wie die Chlorophyll-a-Konzentration von 4 µg/l ein geringes Schwebealgenaufkommen. Zu Beginn der Sommerstagnation wurden 38 Arten aus 6 Algengruppen bei der mikroskopischen Analyse der Wasserprobe festgestellt. 44 % des pflanzlichen Planktons baute allein die Schlundalge Rhodomonas minuta var. nannoplanktica auf. Rund ein Drittel fiel auf verschiedene kleine Grünalgen (Chlorophyceae) wie Coelastrum micorporum, Oocystis sp. und Chlorolobion sp. Die Gattung Cyclotella, als Vertreter der Kieselalgen mit runder Schalenform (Centrales), war zu Saisonbeginn mit nur geringer Zellzahl vertreten.

Im August machte sich nach der langanhaltenden Hitzewelle und einer oberflächlichen Wassertemperatur von 26 °C eine starke Zunahme der Algenbiomasse auf 4,660 mm³/l bei einem Anstieg des Chlorophyll-a-Wertes auf 14 µg/l deutlich. Die Artenzusammensetzung veränderte sich stark zugunsten der runden Kieselalgen. Insgesamt wurden 51 Phytoplanktonarten aus 11 Algengruppen bestimmt. Das hochsommerliche Plankton wurde zur Hälfte von kleinen Cyclotella-Arten aufgebaut. Auch Grünalgen (Chlorophyceae) wie Crucigenia tetrapedia, Tetraedron minimum, Tetrastrum triangulare waren wie im Mai mit 34 % am Aufbau des Spätsommerplanktons beteiligt.
2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 |
NameTiefenMittelMinMaxGrafik
Sichttiefe (m)21,41,21,5
Temperatur (°C)0 m222,92025,7
pH-Wert1 m28,48,48,4
Leitfähigkeit (µS/cm)1 m2279270287
Gesamt-Phosphor (µg/l) 0 - 2 m2352744
Orthophosphat-Phosphor (µg/l) 0 - 2 m2< 2< 2< 2
Nitrat-Stickstoff (µg/l)0 - 2 m229< 1153
Phytoplankton (mm³/l)0 - 2 m22,7750,894,66
Chlorophyll a (µg/l)0 - 2 m29414
Ammonium-Stickstoff (µg/l)2 m211913
Sauerstoff (mg/l)2 m28,48,48,4
2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 |
Pirkdorfer See

Allgemeine Informationen:

Der im Gemeindegebiet von Feistritz ob Bleiburg gelegene Pirkdorfer See war ursprünglich eine Nassfläche. Durch Ausbaggerung und Aufstauung ist aus diesem stark verlandeten Gewässer ein Badesee entstanden.

Morphometrische Daten

Pirkdorfer See - Geographische Daten
Geographische Länge14,74862423
Geographische Breite46,55734609
Seehöhe [m ü. A.]504
Pirkdorfer See - Morphometrische Daten
Fläche [km²]0,035
Max. Tiefe [m]3,5



Fischbestand:

Im Pirkdorfer See kommen folgende 7 Fischarten vor (MIKLIN, mündl. Mitteilung):


Kaum Besatz. Im Pirkdorfer See werden keine stärkeren Besatzmaßnahmen vorgenommen, auch werden keine Angellizenzen vergeben.

DE | EN | IT | SI | FR