Kärntner Seen

Moosburger Mühlteich

Trophie: eutroph

Der Moosburger Mühlteich wurde 2018 aufgrund der hohen Gesamt-Phosphor-Konzentration wieder als eutroph eingestuft.

Die mittlere Gesamt-Phosphor-Konzentration war mit 45 µg/l höher als 2017 (41 µg/l) und ausschlaggebend für die Bewertung eutroph.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die mittlere Nitrat-Stickstoff-Konzentration von 16 µg/l auf 40 µg/l an.

Die Ammonium-Stickstoff-Konzentration hingegen ging zurück und lag unter der Bestimmungsgrenze von 4 µg/l. Die niedrigen Stickstoff-Konzentrationen sind unter den gegebenen nährstoffreichen Bedingungen ein Indiz dafür, dass Wasserpflanzen und Schwebealgen den Stickstoff fast zur Gänze aufgenommen haben.

Die Chlorophyll-a Konzentration (Mittel: 23,5 µg/l) und das mittlere Algen-Biovolumen (2,076 mm³/l) entsprachen allerdings nicht wie der Gesamt-Phosphor der eutrophen Nährstoffklasse.

Als Folge der Assimilationstätigkeiten der Schwebealgen war der Sauerstoffgehalt in einem Meter Tiefe mit minimal 10,4 mg/l und maximal 11,4 mg/l gut.

Die Sichttiefe, ebenfalls ein Maß für die Algenmenge, zeigte vor allem im Frühsommer mit 1,5 m bereits eine stärkere Trübung des Wassers an als im Vorjahr (1,8 m). Mit 1,2 m Sichttiefe war der Moosburger Mühlteich Ende August noch trüber.
Eine Algenblüte mit oberflächlichen Schlieren wurde vom Landesamtssachverständigen am 29. August in der westlichen Bucht des Moosburger Mühlteichs beobachtet. Da der Verdacht einer Blaualgenblüte (Cyanobakterien bzw. Cyanophyceae) bestand, wurde eine Probe entnommen und eine Bestimmung von Cyanobakterientoxine (hepato- neurotoxischer Peptide) bei der AGES (Institut für Hydroanalytik Linz) in Auftrag gegeben. Demnach waren im Wasser gelöste Cyanobakterientoxine nicht nachzuweisen, konnten aber zellgebunden in geringer Konzentration bestimmt werden.

Das Algen-Biovolumen des Moosburger Mühlteiches im Jahr 2018 betrug Mitte Mai (16.05.2018) 1,939 mm³/l. Es dominierten die Kieselalgen (Bacillariophyceae) mit 42 % das Algen-Biovolumen, besonders die zentrische Art Aulacoseira sp. trat massenhaft auf. Ein Biovolumsanteil von 21 % entfiel auf die Klasse der Goldalgen (Chrysophyceae) und 15 % machten die Schlundalgen (Cryptophyceae) aus. Ende August (30.08.2018) war das Algen-Biovolumen mit 2,214 mm³/l etwas größer als im Frühsommer. Die Kieselalgen schrumpften auf 25 % und die Blaualgen, die im Mai keine Rolle spielten nahmen 31 % des Algen-Biovolumens ein. Für die bereits erwähnte Blaualgenblüte bzw. die Schlieren im Uferbereich zeichneten sich Microcystis wesenbergii und Woronichinia naegeliana verantwortlich, deren Biovolumen mit 0,564 mm³/l berechnet wurde. Beide Arten bevorzugen nährstoffreiche Gewässer. Die Schlundalgen traten wieder mit 15 % und die Grünalgen (Chlorophyceae) mit 13 % hinzu. Insgesamt wurden anhand aller Algenproben 122 Arten aus 11 Algenklassen (Bacillariophyceae, Chlorophyceae, Chrysophyceae, Conjugatophyceae, Cryptophyceae, Cyanophyceae, Dinophyceae, Euglenophyceae, Haptophyceae, Unbestimmbare Formen, Xanthophyceae) bestimmt.
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NameTiefenMittelMinMaxGrafik
Sichttiefe (m)21,41,21,5
Temperatur (°C)0 m220,419,321,4
pH-Wert1 m28,88,68,9
Leitfähigkeit (µS/cm)1 m2250245254
Gesamt-Phosphor (µg/l) 1 m2454051
Orthophosphat-Phosphor (µg/l) 1 m2< 2< 2< 2
Nitrat-Stickstoff (µg/l)1 m240< 1175
Ammonium-Stickstoff (µg/l)1 m2< 4< 45
Sauerstoff (mg/l)1 m210,910,411,4
Phytoplankton (mm³/l)1 m22,0761,9392,214
Chlorophyll a (µg/l)1 m223,51928
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Moosburger Mühlteich

Allgemeine Informationen:

Eingebettet in eine flach hügelige Landschaft liegt westlich der Ortschaft Moosburg eine Teichlandschaft die aus 3 größeren Teichen, dem Moosburger Mühlteich, dem Mitterteich und dem Damnigteich sowie zwei weiteren kleineren Teichen besteht. Die Teiche liegen in einer alten, durch Ablagerungen aus der Eiszeit verfüllten Furche, die infolge der Übertiefung einen nur unzureichenden Abfluss besitzt und daher über große Flächen stark versumpft ist. Die Moosburger Teiche werden durch den Stallhofener Bach gespeist, der nur eine geringe Wasserführung aufweist und in den Sommermonaten vollständig austrocknet. Die Umgebung der Teiche besteht größtenteils aus Wald. Die Verlandungsvegetation wird von Schilf- und Teichbinsen sowie Rohrkolben gebildet. Charakteristische Arten der ausgedehnten Unterwasserflora sind Laichkräuter, Tausendblatt und Seerosen. Das Wasser ist aufgrund des moorigen Charakters des Umlandes bräunlich gefärbt.

Landschaftsschutz. Der Moosburger Mühlteich ist ein beliebtes Badegewässer. Die Moosburger Teichlandschaft liegt inmitten eines 204 ha großen Landschaftsschutzgebietes, LGBl. Nr. 30/1970.

Morphometrische Daten

Moosburger Mühlteich - Geographische Daten
Geographische Länge14,16917584
Geographische Breite46,66040392
Seehöhe [m ü. A.]503
Moosburger Mühlteich - Morphometrische Daten
Fläche [km²]0,039031
Max. Tiefe [m]5



Fischbestand:

Im Moosburger Mühlteich kommen folgende Fischarten vor (FERNER, mündl. Mitteilung):


Angelfischereilich wird der Mühlteich nicht genutzt.

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