Kärntner Seen - Bericht

Magdalensee

Trophie: schwach mesotroph

Anhand der mittleren Gesamt-Phosphor-Konzentration wurde der Magdalenensee im Untersuchungsjahr 2019 den schwach mesotrophen Gewässern zugeordnet.


Mit den Sichttiefenwerten 3,7 m im Juli und 3,5 m im August war die Lichtdurchlässigkeit des Seewassers ausgezeichnet.


Während im Juli eine Gesamt-Phosphor-Konzentration (0-4 m) unter 10 µg/l analysiert wurde, lag der Wert im August mit 14 µg/l deutlich im schwach mesotrophen Bereich. Die mittleren Nitrat-Stickstoff-Konzentrationen lagen im Mittel mit 1134 µg/l auf dem Niveau der Vorjahre. Da ein erhöhter Einzelwert aus 4 m Tiefe analysiert wurde, ergab die Berechnung für das Jahr 2019 im Mittel einen höheren Ammonium-Stickstoff-Gehalt (1238 µg/l) als im Vorjahr.


Der gut entwickelte Makrophytenbestand (Myriophyllum spicatum und mehrere Characeenarten wie Chara polyacantha und Chara tomentosa) brachten viel Sauerstoff in das Seewasser ein, da bei der pflanzlichen Photosynthese Sauerstoff freigesetzt wird. Die maximale Sättigung betrug im Juli 229 %.

Da die gelösten Nährstoffe im Seewasser hauptsächlich von den Wasserpflanzen genutzt wurden und somit den Planktonalgen nur in geringen Maße zur Verfügung standen, wurden im Freiwasser nur geringe Chlorophyll-a-Konzentrationen bis 1,3 µg/l (August) gemessen.


2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 |
NameTiefenMittelMinMaxGrafik
Sichttiefe (m)23,63,53,7
Temperatur (°C)0 m22422,625,4
pH-Wert1 m28,288,4
Leitfähigkeit (µS/cm)1 m2516487544
Gesamt-Phosphor (µg/l) 0 - 4 m2121014
Orthophosphat-Phosphor (µg/l) 0 - 4 m2<2<23
Nitrat-Stickstoff (µg/l)0 - 4 m211387961479
Phytoplankton (mm³/l)0 - 4 m2n.a.
Chlorophyll a (µg/l)0 - 4 m21,21,11,3
Ammonium-Stickstoff (µg/l)4 m21239172460
Sauerstoff (mg/l)4 m212,311,912,6
2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 |
Magdalensee

Allgemeine Informationen:

Im Nahbereich der Stadt Villach befindet sich in einer flachen Mulde südwestlich einer Schotterterrasse in einer Seehöhe von 486 m der Magdalensee. Dieser etwa 14 ha große See ist seicht, im Mittel 3,5 m tief, nur wenige Stellen reichen mehr als 5 m hinab. Gespeist wird dieser See ausschließlich durch das Grundwasser, oberirdische Zuflüsse sind keine vorhanden. Die Unterwasservegetation bedeckt weite Abschnitte seines Bodens.

Morphometrische Daten

Magdalensee - Geographische Daten
Geographische Länge13,89284424
Geographische Breite46,61775115
Seehöhe [m ü. A.]486
Magdalensee - Morphometrische Daten
Fläche [km²]0,14105
Max. Tiefe [m]5,2
Mittlere Tiefe [m]3,4
Volumen [m³]483.041
Einzugsgebiet [km²]0,6



Fischbestand:

Im Magdalensee leben folgende 12 Fischarten (KATHOLNIG, mündl. Mitteilung):


Rekordverdächtiger Karpfen. Während die Hechte ein gutes Naturaufkommen zeigen, dürften sich die Karpfen im See selbst nicht fortpflanzen. Im Jahre 1996 wurde ein rekordverdächtiger Karpfen mit einem Gewicht von 26 kg und einer Länge von 1,3 m gefangen. Der Fisch war 20 Jahre alt.

Der ehemalige Bestand an Aalen ging in letzter Zeit so stark zurück, dass ein Vorkommen dieser Fischart im Magdalensee nicht mehr sehr wahrscheinlich ist. Welse sind in sehr großen Exemplaren, Amurkarpfen nur mehr vereinzelt vorhanden.

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