Kärntner Seen - Bericht

Aichwaldsee

Trophie: schwach mesotroph

Der Aichwaldsee zeigte sich auch im Jahr 2019 stabil auf schwach mesotrophen Niveau.


Für die physikalischen Parameter pH-Wert und Leitfähigkeit und den Parameter Gesamt-Phosphor ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem Jahr 2019. Die Gesamt-Phosphor-Konzentration des Aichwaldsees betrug im Epilimnion durchschnittlich 12 µg/l und auch gewichtet über den Wasserkörper 12 μg/l.


Die mittlere Wassertemperatur war im Jahr 2019 etwas niedriger als 2018, entsprach aber der jahreszeitlichen Verteilung der Probenahmetermine und den klimatischen Randbedingungen.


Die Sichttiefe viel im Jahr 2019 geringer aus, als in den Jahren zuvor und lag bei durchschnittlichen 3,8 m.


Die Nitrat-Stickstoff-Konzentration zeigte gegenüber dem Vorjahr einen leichten Anstieg auf mittlere 169 mg/l. Die Ammonium-Stickstoffkonzentration war, bedingt durch eine niedrigere Sauerstoffkonzentration in der Tiefe geringer und lag bei 177 mg/l.


Der mittlere Sauerstoffgehalt lag im Jahr 2019 bei 6,5 µg/l. Der Höchstwert mit 10,6 µg/l wurde im Mai erreicht und sank danach aufgrund von Zehrungsprozessen auf 2,5 µg/l ab.

Der mittlere Chlorophyll-a-Gehalt im Epilimnion (0-6 m) war mit 7 µg/l nur geringfügig höher als im Vorjahr.


Die durchschnittliche Phytoplanktonbiomasse betrug im Vorjahr 1,26 mm³/l und lag damit höher als im Jahr 2015 mit 0,76 mm³/l.


Im Jahr 2019 wurde das Frühjahresplankton vorwiegend aus runden Kieselalgen (Centrales) der Arten Cyclotella sp. und Aulacoseira sp. aufgebaut. Diese bildeten 56 % des Gesamtplanktonbestandes. Es folgten die Goldalgen mit u. a. Dinobryon sertularia und Dinobryon sp., welche 23 % der Biomasse bildeten. 15 % des Planktonbestandes wurden wiederum von Kieselalgen (Pennate) gebildet.


Das Herbstplankton 2019 fiel variantenreicher aus. 36 % der Algenbiomasse wurden von Dinophyceaen (Panzeralgen) insbesondere Peridinium sp. gebildet, gefolgt von zentralen Kieselalgen (Cyclotella sp.) mit 24 % Anteil an der Algenpopulation. Grünalgen und Goldalgen bildeten 14 % des Gesamtbestandes der Phytoplanktongemeinschaft aus.


2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 |
NameTiefenMittelMinMaxGrafik
Sichttiefe (m)23,83,73,9
Temperatur (°C)0 m217,411,323,4
pH-Wert1 m28,28,18,2
Leitfähigkeit (µS/cm)1 m2426417435
Gesamt-Phosphor (µg/l) 0 - 6 m2121212
Orthophosphat-Phosphor (µg/l) 0 - 6 m2223
Nitrat-Stickstoff (µg/l)0 - 6 m216899239
Phytoplankton (mm³/l)0 - 6 m21,270,61,92
Chlorophyll a (µg/l)0 - 6 m26,656,17,2
Gesamt-Phosphor (µg/l) gew.0 - 7 m2121112
Ammonium-Stickstoff (µg/l)7 m217719334
Sauerstoff (mg/l)7 m26,62,510,6
2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 |
Aichwaldsee

Allgemeine Informationen:

Kleinsee mit moorigen Ufern. Etwa 2 km südöstlich des Faaker Sees befindet sich in 634 m Höhe der 3,3 ha große Aichwaldsee, einer der weniger bekannten Kärntner Kleinseen. An seine moorigen Ufer grenzt im Westen eine ausgeprägte Verlandungsvegetation. Die Zufuhr von Humusstoffen aus diesem Bereich bewirkt die bräunlich-grüne Farbe dieses Gewässers, das nur von einigen Quellgerinnen mit geringer Wasserführung gespeist wird.

Landschaftsschutz. Im See findet man Teichrosen und im direkten Uferbereich Schilf sowie eine Reihe von Seggenarten. Der Aichwaldsee liegt innerhalb des 24 ha großen gleichnamigen Landschaftsschutzgebietes (LGBl. Nr. 41/1970).

Morphometrische Daten

Aichwaldsee - Geographische Daten
Geographische Länge13,94494741
Geographische Breite46,55590955
Seehöhe [m ü. A.]634
Aichwaldsee - Morphometrische Daten
Fläche [km²]0,0332
Max. Tiefe [m]7,2
Mittlere Tiefe [m]4,2
Volumen [m³]141.161
Theoretische Wassererneuerungszeit [Jahre]0,18
Abfluss MQ (1971 - 1990) [l/s]250
Einzugsgebiet [km²]1,4

Tiefenkarte

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Fischbestand:

Im Aichwaldsee wurden 11 Fischarten nachgewiesen:


Der Hauptfisch des Sees ist die Brachse, gefolgt von Rotauge und Rotfeder sowie vom Hecht. Karpfen konnten mit Gewichten bis zu 20 kg gefangen werden. Früher hat auch ein Besatz mit Forellen stattgefunden, die jedoch zunehmend verpilzten und verendeten. In den Aichwaldsee wurden im Gegensatz zu anderen Kärntner Seen nie Aale eingesetzt.

Krebsvorkommen:

Edelkrebse im Aichwaldsee. Der Aichwaldsee beherbergte über lange Zeit einen sehr dichten Edelkrebsbestand (Astacus astacus). Im Sommer 1992 kam es zu einem Massensterben von Krebsen. Ursprünglich wurde als Ursache die Krebspest vermutet. Da in den darauffolgenden Jahren jedoch immer wieder Krebse beobachtet wurden und beim Krebssterben auch Fische verendet sind, scheidet die Krebspest als Ursache für das Massensterben 1992 aus. Heute ist noch ein geringer Bestand an Edelkrebsen im See zu finden.
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