Kärntner Seen - Bericht

Aichwaldsee

Trophie: schwach mesotroph

Der Aichwaldsee war im Jahr 2018 den schwach mesotrophen Seen zuzuordnen.

Die Gesamt-Phosphor-Konzentration des Aichwaldsees lag bei durchschnittlich 13 µg/l, der Chlorophyll-a Gehalt betrug 6 µg/l. Die beiden Werte waren somit etwas höher als im Jahr 2017.

Die Gesamt-Phosphor-Konzentrationen im Epilimnion (0-6 m) lagen an beiden Terminen (Mai und August) durchwegs im schwach mesotrophen Bereich. Somit ergab sich für Mai 2018 ein durchschnittlicher Wert von 11,6 µg/l, für den August 14 µg/l.

Nur eine geringfügige Änderung ergab sich im Jahr 2018 bei der Sichttiefe, welche im Schnitt 5 Meter betrug. Im Mai lag die Sichttiefe im Gewässer bei 5,6 Meter durch die zunehmende Trübung des Wassers sank der Wert Ende August auf 4,4 Meter.

Der mittlere Sauerstoffgehalt lag bei 8,3 µg/l. Im Mai 2018 fiel eine stetige Zunahme des Sauerstoffgehaltes in der Tiefe auf. Dies könnte auf ein verstärktes Wachstum von Wasserpflanzen zurückzuführen sein. Im August sank der Sauerstoffwert in der Tiefe unter die Nachweisegrenze, da durch den Abbau von abgesunkenen Planktonalgen und organischem Material der Sauerstoff verbraucht wurde.

Die mittlere Chlorophyll a Konzentration im Epilimnion (0-6 m) lag bei 6 µg/l. Der niedrige Wert von 4 µg/l im Mai erhöhte sich bis Ende August stark auf 9,4 µg/l. Insgesamt lagen aber die Werte des Aichwaldsees im Jahr 2017 wieder im Bereich des langjährigen Durchschnitts.

Das Frühjahrsplankton bestand im Jahr 2018 hauptsächlich aus Goldalgen der Art Dinobryon sertularia mit der Häufigkeit 4 (häufig). Kieselagen wie z.B. Aulacoseira sp., Navicula sp. oder Asterionella formosa folgten mit einer Häufigkeit von 3 (mittel). Auch mit mittlerer Häufigkeit vertreten war die Panzeralge Peridinium sp. Die häufigste Gattung waren wie im Vorjahr die Kieselalgen.

Ende August 2018 waren wieder die Kieselalgen dominierend, diesmal mit Fragilaria crotonensis (Häufigkeit 4-5) und Asterionella formosa (Häufigkeit 3-4). Deren führende Rolle spiegelte sich auch in der hohen Konzentration der Kieselsäure in 7 Meter Tiefe (719 µg/l) wider. Auch die Panzeralge Peridinium sp. war wieder sehr häufig anzutreffen.
2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 |
NameTiefenMittelMinMaxGrafik
Sichttiefe (m)254,45,6
Temperatur (°C)0 m221,217,225,2
pH-Wert1 m2888
Leitfähigkeit (µS/cm)1 m2430427434
Gesamt-Phosphor (µg/l) 0 - 6 m2131214
Orthophosphat-Phosphor (µg/l) 0 - 6 m2< 2< 2< 2
Nitrat-Stickstoff (µg/l)0 - 6 m212730224
Phytoplankton (mm³/l)0 - 6 mn.a.
Chlorophyll a (µg/l)0 - 6 m2648
Gesamt-Phosphor (µg/l) gew.0 - 7 m2131214
Ammonium-Stickstoff (µg/l)7 m2650201298
Sauerstoff (mg/l)7 m28,3< 0,216,5
2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 |
Aichwaldsee

Allgemeine Informationen:

Kleinsee mit moorigen Ufern. Etwa 2 km südöstlich des Faaker Sees befindet sich in 634 m Höhe der 3,3 ha große Aichwaldsee, einer der weniger bekannten Kärntner Kleinseen. An seine moorigen Ufer grenzt im Westen eine ausgeprägte Verlandungsvegetation. Die Zufuhr von Humusstoffen aus diesem Bereich bewirkt die bräunlich-grüne Farbe dieses Gewässers, das nur von einigen Quellgerinnen mit geringer Wasserführung gespeist wird.

Landschaftsschutz. Im See findet man Teichrosen und im direkten Uferbereich Schilf sowie eine Reihe von Seggenarten. Der Aichwaldsee liegt innerhalb des 24 ha großen gleichnamigen Landschaftsschutzgebietes (LGBl. Nr. 41/1970).

Morphometrische Daten

Aichwaldsee - Geographische Daten
Geographische Länge13,94494741
Geographische Breite46,55590955
Seehöhe [m ü. A.]634
Aichwaldsee - Morphometrische Daten
Fläche [km²]0,0332
Max. Tiefe [m]7,2
Mittlere Tiefe [m]4,2
Volumen [m³]141.161
Theoretische Wassererneuerungszeit [Jahre]0,18
Abfluss MQ (1971 - 1990) [l/s]250
Einzugsgebiet [km²]1,4

Tiefenkarte

» PDF Download

Fischbestand:

Im Aichwaldsee wurden 11 Fischarten nachgewiesen:


Der Hauptfisch des Sees ist die Brachse, gefolgt von Rotauge und Rotfeder sowie vom Hecht. Karpfen konnten mit Gewichten bis zu 20 kg gefangen werden. Früher hat auch ein Besatz mit Forellen stattgefunden, die jedoch zunehmend verpilzten und verendeten. In den Aichwaldsee wurden im Gegensatz zu anderen Kärntner Seen nie Aale eingesetzt.

Krebsvorkommen:

Edelkrebse im Aichwaldsee. Der Aichwaldsee beherbergte über lange Zeit einen sehr dichten Edelkrebsbestand (Astacus astacus). Im Sommer 1992 kam es zu einem Massensterben von Krebsen. Ursprünglich wurde als Ursache die Krebspest vermutet. Da in den darauffolgenden Jahren jedoch immer wieder Krebse beobachtet wurden und beim Krebssterben auch Fische verendet sind, scheidet die Krebspest als Ursache für das Massensterben 1992 aus. Heute ist noch ein geringer Bestand an Edelkrebsen im See zu finden.
DE | EN | IT | SI | FR