Kärntner Seen - Bericht

Goggausee

Trophie: mesotroph

2018 lag der Goggausee mit 6 untersuchten Terminen hinsichtlich der Gesamt-Phosphor-Konzentration knapp innerhalb der mesotrophen Nährstoffklasse.

Die Sichttiefenwerte pendelten je nach Algenmenge zwischen 1,7 m (April) und 3,7 m (September).

Die mittlere Gesamt-Phosphor-Konzentration im Epilimnion (0-6 m) betrug 28 µg/l. Der volumsgewichtete Gesamt-Phosphor-Gehalt im Mixolimnion (0-8 m) entsprach mit 33 µg/l einem mittleren Trophiestatus. In 8 m Tiefe, an der Grenze zum sauerstofffreien Monimolimnion, wurden dem meromiktischen Charakter des Sees entsprechend höhere Werte bis maximal 72 µg/l gemessen, da unter anaeroben Bedingungen Phosphor aus dem Sediment rückgelöst wurde. Von April bis September lag die Sauerstoffgrenze (<0,2 mg/l) in 5 bis 6 m Tiefe. Ende November zirkulierte der See fast bis zum Grund bis 9 m Tiefe. Unterhalb der Sauerstoffgrenze wurde an allen Terminen Schwefelwasserstoffbildung festgestellt.

Das höchste Algenbiovolumen wurde im Juni (8,386 mm³/l) bestimmt. Die dominierende Art war die Goldalgengattung Mallomonas sp. Ende November mit zunehmender Abkühlung und Zirkulation war die Algenentwicklung (0,586 mm³/l) am geringsten.

Die Chlorophyll-a-Konzentrationen schwankte zwischen 12 µg/l (November) und 34 µg/l (April).

2017/18 wurden zusätzlich die Seezubringer Sojergraben und der westliche Zufluss untersucht. Während die Stickstoffparameter unauffällige Werte ergaben, lagen die Phosphat-Phosphor-Konzentrationen nach der QZV (Qualitätszielverordnung) nicht mehr im Bereich des „sehr guten“ sondern des „guten“ökologischen Zustandes.
2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 |
NameTiefenMittelMinMaxGrafik
Sichttiefe (m)62,71,73,7
Temperatur (°C)0 m616,76,322,3
pH-Wert1 m67,96,58,7
Leitfähigkeit (µS/cm)1 m6162138182
Gesamt-Phosphor (µg/l) 0 - 5 m6282138
Orthophosphat-Phosphor (µg/l) 0 - 5 m62< 24
Nitrat-Stickstoff (µg/l)0 - 5 m630< 11154
Phytoplankton (mm³/l)0 - 5 m62,7560,5868,386
Chlorophyll a (µg/l)0 - 5 m6201234
Gesamt-Phosphor (µg/l) gew.0 - 8 m6332446
Gesamt-Phosphor (µg/l) 8 m6522572
Ammonium-Stickstoff (µg/l)8 m6891331650
Sauerstoff (mg/l)8 m62,9< 0,29,6
2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 |
Goggausee

Allgemeine Informationen:

Gewässerkundliche Besonderheiten. Der Goggausee liegt im Bereich der Nockberge, nördlich von Feldkirchen, am Beginn des Wimitztales, in einer Seehöhe von 775 m. Dieser ca. 10,5 ha große und bis zu 12 m tiefe Kleinsee bietet eine Reihe gewässerkundlicher Besonderheiten. Die Seefläche weist eine länglich rechteckige Gestalt auf. Die beiden Längsufer fallen ziemlich steil ein, die beiden Schmalseiten werden von Verlandungsmooren eingenommen. Der Abfluss, der den See im Osten verlässt, fließt durch ein ausgedehntes Flachmoor und mündet nach kurzem Lauf in den Quellbach der Wimitz. Oberflächliche Zuflüsse sind nur vereinzelt vorhanden.

Sauerstofffreies Tiefenwasser. Trotz seiner relativ geringen Tiefe gehört der Goggausee dem teildurchmischten Gewässertyp an, denn er besitzt eine stagnierende Tiefenwasserschicht unterhalb von 8 m Tiefe, wo der Wasserkörper in dauernder Stagnation verharrt und demgemäß sauerstofffrei ist. Die Ursache für diese Meromixis liegt in der extrem windgeschützten Beckenlage.

Landschaftsschutz. Der See gehört zum 100 ha großen gleichnamigen Landschaftsschutzgebiet (LGBl. Nr. 80/1970).

Morphometrische Daten

Goggausee - Geographische Daten
Geographische Länge14,15180889
Geographische Breite46,79734308
Seehöhe [m ü. A.]775
Goggausee - Morphometrische Daten
Fläche [km²]0,105095
Max. Tiefe [m]12
Mittlere Tiefe [m]9,3
Volumen [m³]876.935
Einzugsgebiet [km²]2,75

Tiefenkarte

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Fischbestand:

BRENNER (1975) hat im Goggausee folgende 10 Fischarten nachgewiesen:


Eine besondere Bedeutung kommt sowohl dem guten Welsbestand als auch den Barschen zu, die hier besser als in anderen Seen abwachsen.

Krebsvorkommen:

Dichter Edelkrebsbestand. Der Goggausee beherbergt einen dichten Bestand an Edelkrebsen (Astacus astacus), welche sehr zahlreich die Röhricht-, untergetauchte Makrophyten- und Schwingrasenbestände der Uferbereiche besiedeln. Auch im Abflussbereich, einem ausgedehnten Flachmoor, wurden in den letzten Jahren Edelkrebse nachgewiesen.
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