Restaurierung

Restaurierung


Seen Restaurierung und Sanierung

Bild: Restaurierung

Die Kärntner Badeseen sind besonders im Sommer ein Anziehungspunkt für Erholungssuchende. Aufgrund ihrer Lage in Mitten oder am Rand von Siedlungsgebieten sind sie verschiedensten Belastungen ausgesetzt. Die Belastungen können den ökologischen Zustand eines Sees negativ beeinflussen und die Existenzbedingungen der Wasserorganismen verändern. Zur Verbesserung der Wasserqualität bzw. des ökologischen Zustandes müssen entsprechende Maßnahmen gesetzt werden.


Man unterscheidet zwischen Sanierungsmaßnahmen, Maßnahmen die im Umland des Sees gesetzt werden und Restaurierungsmaßnahmen, Maßnahmen die im See selbst getätigt werden. Als Seensanierung wird primär die Beseitigung der Schad- und Nährstoffquellen (Abwasserbeseitigung), die aus dem Umland in den See gelangen, verstanden. Restaurierungsmaßnahmen werden im See vorgenommen und minimieren die im See gebildeten Belastungen (Tiefenwasserableitung).


Mit dem zunehmenden Sommertourismus am Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden rund um die Kärntner Seen Beherbergungsstätten, deren Abwässer bis Anfang der 1960er Jahre ungeklärt in die Seen geleitet wurden. Der Wörthersee, der Millstätter See, Ossiacher See, der Klopeiner See, um nur einige zu nennen, reagierten auf die enormen Nährstoffbelastungen mit massiven Eutrophierungserscheinungen. „Algenblüten“ gefährdeten den Badebetrieb. Letztlich führten die Sanierungsmaßnahmen wie der Bau von Abwasserkanälen (Ringkanalisation) und Kläranlagen rasch zur Verbesserung der Wasserqualität.


An einigen Seen mussten zusätzlich Restaurierungsmaßnahmen ergriffen werden, um den Reoligotrophierungsprozess zu unterstützten. Beispielsweise wurden im Klopeiner See, Vassacher See, Hörzendorfer See, Kraiger See und Leonharder See Tiefenwasserableitungsanlagen installiert, um die Nährstoffbelasung aus der Tiefe des Sees zu senken. Am Feldsee wurde eine Tiefenwasserbelüftungsanlage in Betrieb genommen, mit dem Ziel die Nährstoffe im Sediment zu binden.


Diese und weitere Maßnahmen wie die jüngst errichteten Absetzbecken im Bleistätter Moor östlich des Ossiacher Sees dienen dem Erhalt der kärntenweit guten Wasserqualität. Unter diesem Aspekt wurde im Winter 2016/2017 vom Wasserverband Ossiacher See auch das bestehende Abwasserleitungsnetz um eine 8,5 km lange Seedruckleitung ergänzt.


Gelegentlich kann aber auch die Badenutzung durch dichte Wasserpflanzenbestände beeinträchtigt sein, sodass Maßnahmen zu deren Beseitigung erforderlich werden.


Projekte

Bild: Tiefenwasserbelüftung am Feldsee

Tiefenwasserbelüftung am Feldsee

03.02.2019
Im Feldsee besteht seit 1992 eine Tiefenwasserbelüftungsanlage, die sauerstoffreiches Wasser in zwanzig Meter Tiefe pumpt.
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Bild: Makrophyten Management

Makrophyten Management

04.02.2019
An manchen Seen ist das Mähen der Unterwasserpflanzen im Bereich der Seezugänge erforderlich. Die Abteilung 12 Wasserwirtschaft, Unterabteilung Wasserwirtschaft Hermagor, stellt dazu ein Mähboot bereit, welches nach naturschutzfachlicher Genehmigung zum Einsatz kommen kann.
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Bild: Sanierungsprojekt Ossiacher See – Bleistätter Moor

Sanierungsprojekt Ossiacher See – Bleistätter Moor

04.02.2019
Das vom Land Kärnten ausgearbeitete „Sanierungsprojekt Ossiacher See – Bleistätter Moor“ soll mittelfristig das Algenaufkommen eindämmen und den guten ökologischen Zustand des Ossiacher Sees wiederherstellen.
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