Fischsterben

Fischsterben


Für die Ursachenermittlung und allenfalls zur Veranlassung sofortiger Maßnahmen ist die Ortspolizei bzw. der Gendarmerieposten zu verständigen

Bild: Fischsterben

Weiters ist eine Wasserprobe zu ziehen. Am Ort des Fischsterbens und an den Stellen mit stark veränderter Wasserbeschaffenheit (Schaumtreiben, Verfärbung etc.) ist eine Probe zu nehmen. Weiters an den Stellen mutmaßlicher Verunreinigung und einige Meter oberhalb dieser (Vergleichsprobe aus der Reinwasserzone).


Die Probenflasche (am geeignetsten sind Mineralwasserflaschen) soll mehrmals (mindestens zweimal) mit Probenwasser ausgespült werden und wie folgt gefüllt werden:

Flasche eine Handbreit tief schräg gegen die Strömung halten.

Die Flasche soll vollgefüllt werden (luftblasenfrei), bei längeren Transport ist auf einen maximal fingerbreiten Luftraum zwischen Verschluss und Wasserfüllung zu achten.


Ablagerungen dürfen bei der Probenahme nicht aufgerührt und in die Flasche gebracht werden.

Von jeder Entnahmestelle sollten 2 Liter abgefüllt werden.

Die Wasser- und Abwasserproben müssen schnellstens an das untersuchende Laboratorium übermittelt werden.


Eine telefonische Vorausverständigung ist vorteilhaft:


Bezeichnung der Probe


Gewässername

Entnahmedatum und Uhrzeit

Ort

Entnahmestelle

Ev. laufende Probennummer


Begleitschreiben


Angabe über die in Frage kommenden Verunreinigungsquellen (Lage, Größe, Art der Produktion)

Name und Anschrift des Probennehmers und event. Zeugen.

Lageskizze


Genaue Ortsangabe


möglichst mit Bezugspunkt (z.B. 10 m oberhalb der Bahnbrücke) und Uhrzeit sowie die Uferbeschaffenheit.


Verhalten der Fische


Schnappen die Fische auch an der Wasseroberfläche nach Luft? (Notamtung)

Setzte das Fischsterben schlagartig ein? (Vergiftung)

Flüchten Fische in andere Regionen?


Aussehen des Wassers


Starke Trübung

Schaumtreiben

Verfärbung

Öltreiben

Sonstiges


Geruch des Wassers


Fäulnisgeruch

Karbolsäure (Spitalsgeruch)

Sonstiges (Chlor, Mineralöl, Jauche, Silo usw.)


Temperatur und geschätzte Abflussmenge


bzw. Breite und mittlere Tiefe sowie Fließgeschwindigkeit in m/sek. sind, wenn möglich, anzugeben. Gegebenenfalls starke Veränderungen wie Hochwasser oder extreme Gewässererwärmung.


Sachbearbeiter

Mag. Thomas Friedl Tel.: 05 0536 18096

Mag. Gerald Kerschbaumer Tel.: 05 0536 18099

DI Harald Kaufmann Tel. 05 0536 18098