Schutz der Seen vor Nährstoffeintrag durch Entenfütterung

Bild Schutz der Seen vor Nährstoffeintrag durch Entenfütterung Seen, 04.02.2019

Wassertiere finden ihr Futter selbst. Durch das Füttern von Wasservögeln und Fischen mit Nahrungsresten oder im Handel erhältlichem Futter gelangen Nährstoffe (Futter und Tierkot) in den See, die letztlich das Algenwachstum fördern und das Wasser trüben.

Mit dem Füttern im Badebereich geht auch eine Ansammlung von Wassertieren einher, von welchen Fäkalkeime und Krankheitserreger ausgeschieden werden können. Infizierte Wasservögel können auch ohne sichtbare Krankheitsanzeichen Krankheitserreger, wie z.B. Salmonellen, abgeben. Für Badende ergibt sich dadurch ein gesundheitliches Risiko.


Auch erhöht sich die Möglichkeit, an Badedermatitis (Zerkariendermatitis) zu erkranken.


Bei zu dichtem Wasservogelbestand werden Röhricht- und Unterwasserpflanzen, ein natürlicher Nahrungsbestandteil von Wasservögel, geschädigt. Durch einen geschwächten Unterwasserpflanzenbestand wird die Entwicklung von Aufwuchs- und Schwebealgen begünstigt, was geringe Sichttiefen und aufschwimmende Algenwatten hervorbringt. Zudem verschlechtert sich die Wasserqualität, und die Selbstreinigungskraft des Sees wird herabgesetzt.