Schutz der Ufer vor Verbauung

Bild Schutz der Ufer vor Verbauung Seen, 04.02.2019

Die Ufer- und Flachwasserzonen spielen für die Regeneration und Reinhaltung eines Sees sowie als Lebensraum für Pflanzen und Tiere eine bedeutende Rolle.

Gleichzeitig bieten sie Erholungsraum für den Menschen und stellen die Basis für einen erfolgreichen Badetourismus dar. Die Uferzone wird häufig durch Auffüllungen, Uferverbauung (Befestigungen, Stege, Plattformen, Marinas, Ufermauern etc.), intensive landwirtschaftliche Nutzung, Urbanisierung, Verkehr und Freizeitnutzung erheblich verändert. Daher gilt es, die Natürlichkeit der Ufer bestmöglich zu erhalten und nachhaltig mit der Nutzung in Einklang zu bringen.


Um die noch vorhandenen natürlichen und naturnahen Seeufer zu erhalten und eine Verbesserung der Uferstrukturen zu erlangen, wurden am Wörthersee Uferschutzzonen - ökologische Schutzzonen eingerichtet, die von weiteren Uferverbauungen und Seeeinbauten frei zu halten sind.


An den Kärntner Seen werden Seeeinbauten nur dann genehmigt, wenn zugleich entsprechende Ausgleichsflächen am Gewässer geschaffen bzw. Ausgleichsmaßnahmen (z.B. Entfernung von bestehenden Ufermauern) getätigt werden. Diese Maßnahme soll dem Erhalt des „guten“ ökologischen Zustandes dienen und einer etwaigen Verschlechterung vorbeugen, die teure Sanierungsmaßnahmen zur Folge hätte.


Für den Wörthersee, Millstätter See, Ossiacher See und Weißensee wurde in den vergangenen Jahren der Ist-Zustand hinsichtlich baulicher Eingriffe in das Ufer erhoben. Dabei zeigte sich, dass die natürlichen Uferabschnitte des Wörthersees und Ossiacher Sees bereits weniger als 25 % betragen. 50 % der Ufer sind verbaut, wodurch die Dynamik, Struktur und Funktionalität der Ufervegetation beeinträchtigt ist.


Informatiom zu ökologischen Schutzzonen am Wörthersee