Seen Bundesmessnetz

Bild Seen Bundesmessnetz Seen, 20.01.2020

Die bundesweite Überwachung der Seen wird in Bezug auf die Messstelleneinrichtung, auf die die Zeiträume und der zu überwachenden Parameter durch die GZÜV konkretisiert. Sie regelt auch die Verfahren zur Entnahme von Proben und deren Analyse sowie die Verarbeitung und Übermittlung von Daten an das zuständige Bundesministerium.



Die administrative Umsetzung des Untersuchungsprogrammes erfolgt durch das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt und den Ämtern der Landesregierungen.


Der Beobachtungszyklus zur überblicksweisen Überwachung des chemischen und ökologischen Zustandes von Seen beträgt sechs Jahre. Die Erstbeobachtungen erfolgen innerhalb eines Jahres, Wiederholungsbeobachtungen in den weiteren fünf Jahren.


Die Vorgaben der WRRL werden in den nationalen Qualitätszielverordungen (QZV Chemie Oberflächengewässer und QZV Ökologie Oberflächengewässer) umgesetzt. Die entsprechend erhobenen Daten bilden die Grundlage zur Risiko- bzw. Zustandsbewertung der Seen und dienen als Grundlage für den Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan (NGP), in dem zum Schutz der Gewässer die Ziele und Maßnahmen für eine nachhaltige Bewirtschaftung festgelegt sind.


Für das Bundesland Kärnten sind drei Überblicksmessstellen (Wörthersee, Millstätter See, Faaker See) und vier Verdichtungsmessstellen (Ossiacher See, Weißensee, Keutschacher See, Klopeine See) verordnet.


Analytische Untersuchungen, die das Landeslabor (Abt. 5 Gesundheit und Pflege) abgedeckt nicht vornehmen kann, werden gemäß dem Bundesvergabegesetz (BVergG; BGBl. I Nr. 17/2006 i.d.g.F) an andere Labors vergeben. Die Probenahme wird von der Abt. 8 Umwelt, Energie und Naturschutz durchgeführt. Die Kosten der Überwachung werden in der Regel zu 2/3 vom Bund und zu 1/3 von den Ländern getragen.


Die Ergebnisse der bundesweiten Überwachung werden in Jahresberichten veröffentlicht. Diese sind im Internet auf den Seiten des Umweltbundesamtes sowie des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus zugänglich.


Online Datenabfragen aus der Datenbank des Umweltbundesamtes inklusive einer WEB-GIS Anwendung (Geografisches Informationssystem) sind über das Wasserinformationssystem Austria (WISA) sowie auf der Website des Umweltbundesamtes möglich.