Grund des Sanierungsprojektes

Bild Grund des Sanierungsprojektes Seen, 18.11.2019

Ausgangspunkt für die Entscheidung ein Sanierungsprogramm zu entwickeln, war das wiederholt starke Algenaufkommen seit Mitte der 1990-er Jahre im Ostbecken des Ossiacher Sees sowie die Gefährdung von Wohnhäuser durch Hochwässer infolge nicht mehr funktionsfähiger Drainagen im Bleistätter Moor.



Schon 1996 wurden drei Ziele als Grundgerüst des Sanierungsprojektes formuliert: Hochwasserschutz, Gewässerschutz und Sanierung des Drainagesystems. Es folgten intensive limnologische, ökologische und technische Untersuchungen, die zum Ergebnis führten, dass sich die Wasserqualität des Sees durch die Filterwirkung der Flutungsbecken verbessern wird. Die Rückhaltebecken werden als Schweb-, Schad- und Nährstofffalle fungieren und so den Eintrag in den See reduzieren.


Gesetzliche Grundlagen zur Durchführung des „Sanierungsprojektes Ossiacher See – Bleistätter Moor“ sind durch die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie gegeben. Damit sind wir verpflichtet den „guten“ ökologischen Zustand der Gewässer zu bewahren bzw. zu erreichen. Entsprechend der „Qualitätszielverordnung Ökologie Oberflächengewässer“ wurden für den Ossiacher See die biologischen Qualitätskomponenten Algen (Phytoplankton), Wasserpflanzen (Makrophyten) und Fische bewertet. Die ökologischen Zustände ergaben anhand des Phytoplanktons (3-Jahresmittel 2013 - 2015) ein „mäßig“, anhand der Fische (2014) ein „gut“ und anhand der Makrophyten (2009) ein „unbefriedigend“. Nach dem Prinzip, dass die schlechteste Qualitätskomponente den ökologischen Gesamtzustand bestimmt, ist der ökologische Zustand des Ossiacher Sees als „unbefriedigend“ zu bezeichnen. Von Gesetzes wegen sind Maßnahmen zu setzen, die zu einer Verbesserung des ökologischen Gesamt-Zustandes führen werden.


Mit dem vom Land Kärnten ausgearbeiteten Sanierungskonzept „Ossiacher See – Bleistätter Moor“ soll das Algenaufkommen eingedämmt und der gute ökologische Zustand des Sees wieder hergestellt werden.


Spatenstich - Mai 2016


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