Bundesweite Überwachung

Bild Bundesweite Überwachung Flüsse, 12.11.2019

Die bundesweite Überwachung wird in der GZÜV konkretisiert in Bezug auf die Messstelleneinrichtung, auf die zu überwachenden Parameter und die Zeiträume sowie die Frequenzen der Messungen. Des Weiteren werden die Verfahren zur Probenahme und -analyse und die Datenverarbeitung und -übermittlung geregelt.




Der Ausschreibungsumfang richtet sich nach dem gesetzlich vorgegebenen 6- jährigen Beobachtungszyklus. Die Erstbeobachtung über 1 Jahr erfolgt alle 6 Jahre und umfasst den maximalen Parameterumfang. Dazwischen gibt es 5 Wiederholungsbeobachtungen mit verringertem Beobachtungsfrequenzen – bzw. Parameterumfängen. 2019 war z. B. wieder ein Erstbeobachtungsjahr mit erhöhtem Parameterumfang.


Die administrative Umsetzung des Untersuchungsprogrammes erfolgt durch das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt und den Ämtern der Landesregierungen.


Die erhobenen Daten bilden die Grundlage für die nach der WRRL durchzuführende Risikobeurteilung bzw. Zustandsbewertung von Wasserkörper, deren Kriterien in den nationalen Qualitätszielverordungen (QZV Chemie Oberflächengewässer und QZV Ökologie Oberflächengewässer) für Fließgewässer geregelt sind. Die Ergebnisse daraus sind wiederum Grundlage für die Umsetzung des Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplanes (NGP), welcher eine nachhaltige, wasserwirtschaftliche Gesamtplanung Österreichs zum Schutz der Gewässer durch Vorgaben von Maßnahmen zum Ziel hat.


Umsetzung der GZÜV in Kärnten


Für das Bundesland Kärnten sind sieben Überblicksmessstellen verordnet, das Messprogramm wurde in den letzten Jahren um 3 Klimastellen erweitert.

Analytische Untersuchungen, die nicht vom Landeslabor (Abt. 5 Gesundheit und Pflege) abgedeckt werden können werden auf Basis öffentlicher, zum größten Teil EU-weiter Ausschreibungen gemäß Bundesvergabegesetz (BVergG; BGBl. I Nr. 17/2006 i.d.g.F) vergeben. Die Probenahme wird von der Abt. 8 Umwelt, Energie und Naturschutz durchgeführt. Die Kosten der Überwachung werden in der Regel zu 2/3 vom Bund und zu 1/3 von den Ländern getragen.


Die Ergebnisse der bundesweiten Überwachung werden in Jahresberichten veröffentlicht. Diese sind im Internet auf den Seiten des Umweltbundesamtes sowie des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus zugänglich.


Online Datenabfragen aus der Datenbank des Umweltbundesamtes inklusive einer WEB-GIS Anwendung (Geografisches Informationssystem) sind über das Wasserinformationssystem Austria (WISA) sowie auf der Website des Umweltbundesamtes möglich.