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30 Jahre bundesweit einheitliches Gewässergütemonitoring

09.05.2022
Das österreichische Gewässergütemonitoring dient der Erhebung des Zustandes unserer Gewässer (Grundwasser, Fließgewässer, Seen). Nach bundesweiten einheitlichen Regeln wird das Monitoring seit mittlerweile 30 Jahren durchgeführt.

Aufgrund der vorliegenden umfangreichen Datenlage (bisher 20 Millionen Messdaten) ermöglicht es Rückschlüsse auf den Lebensraum Wasser, den „Gewässerzustand“ und zeigt auf, ob Verbesserungsmaßnahmen notwendig sind. Die Gewässerzustandsüberwachung ist somit ein zentrales Instrument für Planungsschritte in der Wasserwirtschaft.

Die qualitativen Untersuchungen der Gewässer erfolgen auf Basis verschiedener Rechtsgrundlagen und Regelwerke:

• EU-Wasserrahmenrichtlinie 2000/60/EG (EU-WRRL)

• Wasserrechtsgesetz 1959 (WRG)

• Gewässerzustandsüberwachungsverordnung (GZÜV) ab 2006 zuvor: Wassergüte-Erhebungsverordnung (WGEV)

• Qualitätszielverordnungen für Grundwasser und Oberflächengewässer

• Richtlinien und Leitfäden

• Handbücher und Arbeitsgrundlagen


Alle Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung zwischen dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) und den Ämtern der neun Landesregierungen mit der fachlichen Unterstützung des Umweltbundesamts.

Sondermessprogramme und Forschungsprojekte ergänzen die regulären Untersuchungen um die Untersuchungsprogramme auch an neu hinzukommende Anforderungen und Fragestellungen anpassen zu können.

Die Erhebungen werden öffentlich ausgeschrieben und von technischen Büros, Ziviltechnikern und Analytiklabors durchgeführt bzw. auch von den Labors der Bundesländer oder vom Umweltbundesamt. Am Ende mehrerer Arbeitsschritte, die auch die Qualitätssicherung und ein umfassendes Datenmanagement beinhalten, stehen vergleichbare, plausibilisierte Analyseergebnisse. Diese zeigen einen österreichweiten Überblick zum Zustand unserer Gewässer. Die Ergebnisse sind öffentlich zugänglich und können über die


„H2O-Fachdatenbank“


bzw. das


„Wasserinformationssystem Austria“

abgerufen werden.


Die Finanzierung des Monitorings erfolgt gemeinsam durch den Bund und die Bundesländer. Von 1991 bis Ende 2021 wurden gemeinsam ca. 73 Millionen Euro für die Errichtung von Messstellen und das Monitoring aufgewendet.


Link zum Bericht: 30 Jahre bundesweit einheitliches Gewässergütemonitoring