Zooplankton

Chydorus sphaericus

Bild: Chydorus sphaericus

Beschreibung

Aufgrund der sehr variabel geformten Schalen erscheint der Umriss der Tiere von oval bis fast kreisrund mit stets abgerundeten Hinterecken. Meist sind die den Körper umhüllenden Schalen (Carapax) gefeldert. Diese Felder können glatt oder punktiert sein, aber auch Grübchen aufweisen. Die Tiere erscheinen fast durchsichtig oder grünlich bis gelbbräunlich. Das Naupliusauge ist deutlich kleiner als das Komplexauge und liegt diesem näher als der Rostrum- bzw. Rüsselspitze. Die erste Antenne reicht nicht bis zur Rostrumspitze. Die Weibchen sind mit maximal 0,5 Millimeter nur wenig größer als die Männchen.

Lebensweise

Chydorus sphaericus vermag an fädigen Algen und Wasserpflanzenblättern zu klettern, dabei hält sie sich mit den Schalenklappen und den Stacheln am Vorderbein fest. Mit dem ersten Beinpaar und dem Postabdomen (Hinterleib) bewegt sie sich auch kriechend fort. Am zweiten Beinpaar befindet sich eine Stachelreihe mit dem der Bewuchs abgerecht wird. Die Art gilt als hochwirksamer Filtrierer von feinstem Material (< 5 µm). Die Nahrung besteht aus Bakterien, kleinsten Kieselalgen und zersetztem Feindetritus.

Lebensraum

Als typische Litoralform lebt sie in Ufernähe und besiedelt alle, vorzugsweise aber nährstoffreiche Gewässertypen. In sehr nährstoffreichen Flachseen entwickelt sie während der hochsommerlichen Massenentfaltung von Blaualgen auch pelagische Populationen, die sich an die flockigen oder fädigen Algenkolonien heften. Als „Irrgast“ gelangt sie gelegentlich mit der Strömung in das Freiwasser größerer Seen.

Gefährdung

Die Art ist in der „Roten Liste gefährdeter Tiere Österreichs“ nicht eingestuft.