Zooplankton

Daphnia cucullata - Helm-Wasserfloh

Bild: Daphnia cucullata -  Helm-Wasserfloh

Beschreibung

Die Kopfform dieser Art ist je nach Jahreszeit und Fundort sehr variabel; von gleichmäßig gerundetem bis stark zugespitztem Helm. Die Spitze des Helms kann gerade oder nach hinten ausgezogen sein. Das Komplexauge ist relativ klein, dessen Kristalllinsen deutlich aus dem schwarzen Pigment ragen. Das Rostrum (Mundöffnung) erscheint kurz und abgerundet, an dessen Spitze die Fühlbörstchen der ersten Antenne zu sehen sind. Ihr Körper ist sehr durchsichtig und seitlich stark abgeflacht. Die Weibchen sind mit 1,7 bis 2,5 Millimeter deutlich größer als die Männchen, die maximal eine Länge von einem Millimeter erreichen.

Lebensweise

Ihr Körperbau ist unter den Daphnia-Arten am besten an die planktische Lebensweise angepasst. In Gegenwart von Fischen, die sich vom Plankton ernähren, kann sie ihr Wachstum begrenzen, sodass hauptsächlich kleine kaum sichtbare Arten vorkommen. Mit ihrem sehr feinmaschigen Filterapparat, gebildet aus den behaarten Blattbeinen und den Körperschalen, sind sie hochwirksame Bakterienfresser. Zahlreich treten sie während hochsommerliche Wasserblüten in eutrophen Seen auf. Gewöhnlich erscheint sie im Frühjahr bei Wassertemperaturen ab zehn Grad Celsius und können bis zu 30 °C ertragen. Im Wörthersee wird die überwinternde Generation im November und Dezember, wenn der See von 16 auf vier Grad Celsius abkühlt, geboren. Erst im nächsten April beginnen sie sich ab etwa sechs Grad Celsius zu vermehren.

Lebensraum

Typischerweise kommt Daphnia cucullata planktisch in eutrophen Seen, Weihern und Teichen, Altwässern und Flüssen vor, selten in tiefen oligotrophen Seen. Sie bevorzugt nahrungs- und kalkreiche, alkalisch bis schwach saure Gewässer. Im Sommer ist sie zahlreich in den oberen erwärmten Schichten von Seen anzutreffen. In Kärnten vorwiegend in den großen Seen vorkommend.

Gefährdung

Wird nicht in der „Roten Liste gefährdeter Tiere Österreichs“ geführt.