Zooplankton

Bosmina longirostris - Weiher-Rüsselkrebs

Bild: Bosmina longirostris - Weiher-Rüsselkrebs

Beschreibung

Der Körper ist seitlich abgeflacht, bei seitlicher Betrachtung erscheint das weibliche Tier rundlich und das männliche Tier oval. Die den Körper schützenden Schalen haben an der hinteren Schalenecke deutlich zu erkennende Fortsätze (Mucro), an deren Basis sich eine Borste (Seta kurzi) befindet. Der Rüssel (1. Antenne) wirkt durch Querringe aus feinen Stacheln gegliedert, ist von mittlerer Länge und bauchwärts gebogen. Die Anzahl der „Scheinglieder“ ist arttypisch. Weibliche Tiere erreichen eine Größe von 250 bis 700 Mikrometer, Männchen sind kleiner.

Lebensweise

Die Tiere führen ausgeprägte Vertikalwanderungen aus und halten sich zu den Dämmerungszeiten nahe der Wasseroberfläche zum Fressen auf. Sie können mit ihrem Filterapparat, gebildet aus Kämmen feiner Härchen an den Blattbeinen, Bakterien, Algen und Feindetritus von 1,5 bis 40 Mikrometer Größe filtrieren. Tagsüber und nachts sind sie in der Tiefe zu finden, ihre tägliche Wanderamplitude kann bis zu 15 Meter betragen.

Lebensraum

Als wärmeliebende Art kommen die Weiher-Rüsselkrebse von März bis November in den Gewässern vor. Sie bewohnen bevorzugt das Freiwasser nährstoffreicher Teiche und Seen. In großen Seen können sie auch das Litoral (Ufer) besiedeln. Sie sind in einigen größeren Kärntner Seen im Freiwasser anzutreffen.

Gefährdung

Wird nicht in der „Roten Liste gefährdeter Tiere Österreichs“ geführt.