Fische

Silberkarpfen (Hypophthalmichthys molitrix)

Bild: Silberkarpfen (Hypophthalmichthys molitrix)

Beschreibung

Der Silberkarpfen zählt zur Familie der Xenocyprididae. Die Art hat sehr tief am Kopf liegende Augen. Auffällig sind das große, oberständige Maul und die sehr großen Kiemendeckel mit großen Kiemenbögen. Die Schuppen des Silberkarpfens sind wesentlich kleiner als jene des Graskarpfens. Die Seitenlinie ist bauchwärts gebogen. Die Oberseite ist von grünlichgrauer Färbung, Bauch und Seiten glänzen silbrig. Silberkarpfen können eine Länge von bis zu 130 cm erreichen. Wie beim Graskarpfen ist der Darm außerordentlich lang.

Lebensweise

In ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet laichen Silberkarpfen von Mai bis Juli in strömendem, zwischen 23 und 24 °C warmem Wasser. Nachdem der Dottersack aufgebraucht ist ernährt sich die Jungfische zunächst von Zooplankton. Wie beim Graskarpfen erfolgt bald die Umstellung der Ernährung. Allerdings filtern Silberkarpfen mit ihrem spezialisierten Kiemenapparat Phytoplankton aus dem Wasser. Die Größe der aufgenommenen Nahrung kann dabei 0,1 mm unterschreiten. Silberkarpfen erreichen ihre Geschlechtsreife nach drei bis fünf Jahren. Unter den klimatischen Bedingungen wie sie hierzulande herrschen ist eine natürliche Vermehrung nahezu ausgeschlossen, allerdings ist an der Theiß in Ungarn eine natürliche Reproduktion nachgewiesen.

Lebensraum

Der Silberkarpfen stammt ursprünglich aus Flüssen und damit verbundenen stehenden Gewässern Südostasiens (Jangtsekiang oder Hoangho), des Amurgebiets und Zentralchinas. In Kärnten wurde er gleichzeitig mit dem Graskarpfen eingeführt. Man erhoffte sich eine Reduktion der Schwebalgenmenge. Die erhoffte Wirkung blieb jedoch aus und die Art verursachte eher ökologische Schäden in den Gewässern. In Kärnten kommt die Art vereinzelt im Wörthersee, im Hafner See, im Faaker See und im Maltschacher See vor.

Gefährdung

Da der Silberkarpfen in Kärnten nicht heimisch ist, kann hier auch keine Gefährdung angegeben werden.


Rote Liste Kärnten: nicht eingestuft (Neozoon)

Rote Liste Österreich: nicht eingestuft (Neozoon)