Fische

Graskarpfen (Ctenopharyngodon idella)

Bild: Graskarpfen (Ctenopharyngodon idella)

Beschreibung

Der Graskarpfen zählt zur Familie der Xenocyprididae. Sein Körper hat einen runden Querschnitt mit sehr großen starken Schuppen. Der Rücken ist dunkelgrün bis grünschwarz gefärbt. Die Flanken sind heller und grünlich, der Bauch ist weißlich. Die Schuppen haben eine dunkle Umrandung (Netzzeichnung). Das unterständige Maul ist größer als beim Aitel, die Augen sind verhältnismäßig klein. Der Graskarpfen erreicht Längen von bis zu 70 cm.

Lebensweise

Der Graskarpfen ist eine wärmeliebende Art, die aber auch tiefere Temperaturen verträgt. Die Art laicht in stark strömendem Wasser über kiesigem Untergrund. Die Brutdauer beträgt bei 27 bis 29 °C Wassertemperatur 32 bis 40 Stunden. Lange ging man davon aus, dass die Art bei uns nicht reproduzieren kann. Es häufen sich jedoch Anzeichen, dass dies in Ausnahmefällen doch möglich ist. Anfangs ernähren sich die Jungfische von Kleintieren, ab einer Länge von sechs bis zehn Zentimeter gehen sie zu pflanzlicher Nahrung über, wobei sich ihr Darm stark verlängert. Trotz des langen Darms kann der Graskarpfen nur einen geringen Anteil der aufgenommenen Nahrung verwerten.

Lebensraum

Der Graskarpfen stammt ursprünglich aus Ostasien. Sein Verbreitungsgebiet ist das gesamte Stromgebiet des Amur, weshalb die Art auch als Amurkarpfen bezeichnet wird. In Kärnten wurde die Art in den 1970er Jahren in Teichen und Seen besetzt um unerwünschte Wasserpflanzen zu reduzieren. Da die Fische jedoch den gesamten Wasserpflanzenbestand eines Gewässers vernichten können, führte der Besatz rasch zu weitreichenden Problemen. Heute gibt es in Kärnten Graskarpfenpopulationen im Maltschacher See, im Weißensee, im Wörthersee, im Ossiacher See, im Klopeiner See, im Urbansee, im Leonharder See und in den Stauräumen der mittleren und unteren Drau.

Gefährdung

Da der Graskarpfen in Österreich ursprünglich nicht heimisch ist, kann auch keine Gefährdung angegeben werden.


Rote Liste Kärnten: nicht eingestuft (Neozoon)

Rote Liste Österreich: nicht eingestuft (Neozoon)