Fische

Streber (Zingel streber)

Bild: Streber (Zingel streber)

Beschreibung

Der Streber gehört zur Familie der Echten Barsche (Percidae). Die Körperform ist spindelförmig mit spitzem Kopf. Der Schwanzstiel ist auffallend lang, dünn und drehrund. Der Streber trägt 4 bis 5 deutliche, dunkle Querbinden. Die Rückenflosse ist barschtypisch zweigeteilt. Die erste Rückenflosse besitzt 8 bis 9 Stachelstrahlen. Die Art erreicht Längen von bis zu 18 cm. Streber können ihren Kopf auch nach den Seiten hin drehen und die Augen unabhängig voneinander bewegen.

Lebensweise

Als Grundfisch hat der Streber eine zurückgebildete Schwimmblase, was ihn zu einem eher schlechten Schwimmer macht. Er ist ein nachtaktiver Fisch und lebt ausschließlich in Fließgewässern mit Kiesgrund. Die Laichzeit der Streber ist im Frühjahr, die klebrigen Eier werden meistens auf Steinen am Gewässergrund angebracht. Die Art ernährt sich von kleinen Tieren des Gewässerbodens.

Lebensraum

Der Streber ist eine Fischart der Barbenregion. Seine Verbreitung erstreckt sich über das Donau- und Vardargebiet (Nordmazedonien). Er kommt dort in schnell fließenden Flussbereichen vor. Der Streber ist eine in Kärnten sehr seltene Fischart. Er kam früher in der Glan und in der Gurk vor. Heute findet man ihn nur mehr in der unteren Lavant bis Altach und in der unteren Drau nahe der österreichischen Staatsgrenze. Es steht zu hoffen, dass sich durch das LIFE Projekt an der Lavant (Revitalisierung, Herstellung der Durchgängigkeit, Anbindung der Zubringer) die Ausdehnung des Strebers verbessert.

Gefährdung

Der Streber gilt infolge seines bedrohlichen Bestandrückganges als besonders schützenswertes Wassertier, weshalb er im Rahmen der europäischen FFH-Richtlinie unter strengen Schutz gestellt wurde. Die untere Lavant ist seit dem Jahr 2002 als Lebensraum des Strebers und anderer gefährdeter Fischarten ein Europaschutzgebiet (Natura 2000 Gebiet).


Auf der roten Liste der Fischarten ist der Streber in Österreich stark gefährdet. In Kärnten ist die Art vom Aussterben bedroht.


Rote Liste Kärnten: vom Aussterben bedroht

Rote Liste Österreich: stark gefährdet

Art der FFH-Richtlinie Anhang II