Fische

Seesaibling (Salvelinus umbla)

Bild: Seesaibling (Salvelinus umbla)

Beschreibung

Der Seesaibling zählt zur Familie der Lachsartigen (Salmonidae). Die paarigen Flossen und Afterflosse sind mit leuchtend weißem Saum versehen. Während der Laichzeit sind die Tiere orange-rot gefärbt, Die Rückenflosse ist im Unterschied zum Bachsaibling nicht marmoriert. Der Seesaibling hat sehr kleine Schuppen. Die Seesaiblingsbestände weisen häufig einen großen Formenreichtum auf. Je nach Nahrungsangebot unterscheidet man „Schwarzreuter“ (Kümmerform), Normalsaiblinge und Wildfangsaiblinge. Letztere werden bis 40 cm lang.

Lebensweise

Seesaiblinge halten sich gern in tiefen Gewässern auf. Auch das Ablaichen findet in der Tiefe der Gewässer statt. Die Art benötigt Kiesgrund. Laichzeit ist zwischen September und Jänner. Schwarzreuter ernähren sich hauptsächlich von Anflugnahrung. Normalsaiblinge fressen tierisches Plankton und Bodentiere. Wildfänge jagen Fische und ernähren sich nicht selten auch kannibalisch.

Lebensraum

Die Art bewohnt stehende Gewässer vornehmlich des Hochgebirges. Bei den bei uns vorkommenden natürlichen Seesaiblingsbeständen handelt es sich um Glazialrelikte. Großteils wurden die Bestände jedoch durch Besatz induziert. In Kärnten beschränkt sich sein Vorkommen in erster Linie auf Hochgebirgsseen (z.B. Falkertsee, Kegelesee, Turracher See, Turracher Grünsee, Stappitzer See, Eben- und Lanischsee). Der Weißensee wird vom Grundtypus her einem Seesaiblingsee zugeordnet. Aber auch in die niedriger gelegenen großen Kärntner Seen wurden Seesaiblinge durch Besatz eingebracht.

Gefährdung

In Kärnten wird die Art in die Vorwarnstufe (drohende Gefährdung) eingestuft. Nach der Roten Liste der Fische Österreichs ist der Seesaibling nicht gefährdet.


Rote Liste Kärnten: Vorwarnstufe

Rote Liste Österreich: nicht gefährdet