Fische

Steingreßling (Romanogobio uranoscopus)

Bild: Steingreßling (Romanogobio uranoscopus)

Beschreibung

Der Steingreßling zählt zur Familie der Karpfenartigen (Cyprinidae). Andere Nomenklaturen reihen ihn in die Familie der Gründlingsartigen (Gobionidae). Auffällig ist der lange, dünne, zylindrische Schwanzstiel. Die Augen sind schräg nach oben gestellt, was dem Fisch seinen lateinischen Artnahmen verleiht (uranoscopus = uranos, griech. „Himmel; scopein, griech. “beobachten“). Die paarigen Bartfäden erreichen zurückgelegt mindestens den Augenhinterrand. Die Kehle ist im Gegensatz zu den anderen Gründlingsarten beschuppt. Die Färbung ist grau-braun bis schwärzlich-grau mit fünf dunklen, verwaschenen Querbinden, die bis zur Seitenlinie herabreichen. Der Steingreßling erreicht eine Länge von bis zu 15 cm.

Lebensweise

Der Steingreßling lebt bevorzugt in seichten Flußbereichen und auch Bächen. Meistens formiert er sich zu kleinen Schwärmen. Der Steingreßling ist ein Substratlaicher. Zur Laichzeit, von Mai bis Juni, werden die Eier an flachen, unterströmten Uferstellen an Steinen und selten auch zwischen Pflanzen abgesetzt. Die Männchen bekommen in der Laichzeit meist einen Laichausschlag. Steingreßlinge fressen kleine Bodentiere sowie Aufwuchs.

Lebensraum

Der Steingreßling ist ein Fisch der Barbenregion. Der Steingreßling ist ausschließlich in der Donau und in ihrem Einzugsgebiet heimisch. In Kärnten wurde diese Fischart erstmals 1994 in der unteren Lavant nachgewiesen. Mittlerweile gelang der Nachweis auch für die Untere Gurk und die Drau in der Rosegger Schleife.

Gefährdung

Laut Roter Liste Österreich und Roter Liste Kärnten ist der Steingreßling vom Aussterben bedroht. Die FFH-Richtlinie führt die Art im Anhang II.


Aufgrund des Vorkommens dieser seltenen Art wurden die Untere Lavant und die Untere Gurk als Natura 2000-Gebiete ausgewiesen, bzw. nominiert.


Rote Liste Kärnten: vom Aussterben bedroht

Rote Liste Österreich: vom Aussterben bedroht

Art der FHH-Richtlinie Anhang II