Fische

Moderlieschen (Leucaspius delineatus)

Bild: Moderlieschen (Leucaspius delineatus)

Beschreibung

Das Moderlieschen gehört zur Familie der Karpfenartigen (Cyprinidae). Es ist ein kleiner, schlanker, silberglänzender Fisch mit einer mittleren Länge von 6 bis 9 cm. Die Seitenlinie ist unvollständig ausgebildet, sie beschränkt sich auf die ersten sieben bis zwölf Schuppen. Das Maul ist oberständig. Auffällig sind die, im Verhältnis zum Körper sehr großen Augen.

Lebensweise

Das Moderlieschen ist ein Schwarmfisch, und hält sich vornehmlich zwischen dichter Vegetation auf. Es laicht von April bis Juni. Das Weibchen klebt die Eier in Bändern an Pflanzenteile. Die Männchen betreiben Brutpflege. Da die Eier auch mit Wasservögeln in Gewässer ohne Anbindung verfrachtet werden können glaubte man, die Tiere seien zur „Urzeugung“ in der Lage. Darauf deutet auch der in Deutschland mancherorts gebräuchliche Name „Mutterloseken“ hin, von dem sich der Name Moderlieschen möglicherweise abgeleitet hat. Als Nahrung dienen tierisches und pflanzliches Plankton, sowie Anflug.

Lebensraum

Das Moderlieschen bewohnt die Brachsenregion und kleinere stehende Gewässer in tiefen Lagen. Die Art kam ursprünglich in Kärnten nicht vor. Ende der 1980er Jahre erfolgte in Kärnten der Initialbesatz in einigen Teichen um Klagenfurt. Heute findet sich die Art in eben jenen Gewässern und in einigen Gewässern des Unteren Lavanttales, der Rosegger Schleife und der Unteren Glan.

Gefährdung

Als vom Menschen eingeschleppte Art gilt das Moderlieschen in Kärnten nicht als gefährdet. Die Rote Liste Österreich führt die Art als stark gefährdet.


Rote Liste Kärnten: nicht gefährdet (Neozoon)

Rote Liste Österreich: stark gefährdet