Fische

Dreistacheliger Stichling (Gasterosteus aculeatus)

Bild: Dreistacheliger Stichling (Gasterosteus aculeatus)

Beschreibung

Der Dreistachelige Stichling stammt aus der Familie der Stichlinge (Gasterosteidae). Es ist ein sehr kleiner, im Rumpfbereich drehrunder Fisch. Am Auffälligsten und namensgebend sind die zumeist 3 (es können auch 2 bis 5 sein) einzeln stehenden, beweglichen Rückenstacheln. Die Färbung ist regional verschieden, meist dunkeloliv bis graugrün mit goldfarbenem Längsstreifen. Die Art hat sehr kleine Schuppen und dachziegelartig überlappende Knochenplatten entlang der Seitenlinie. Die Bauchflossen sind zu aufklappbaren Stacheln umfunktioniert und bieten somit wirksamen Schutz vor Fressfeinden. In der Laichzeit tragen die Männchen ein auffälliges Laichkleid mit rot gefärbter Kehle. Männchen werden maximal bis zu 10 cm, Weibchen bis zu 14 cm lang.

Lebensweise

Der Dreistachelige Stichling hält sich gerne in pflanzenreichen Buchten, langsamen Wiesenbächen und Entwässerungsgräben auf. Er ist hinsichtlich der Wassertemperatur und des Sauerstoffgehalts sehr tolerant. Laichzeit ist von Mai bis Juli. Das Männchen baut ein Nest aus Pflanzenteilen in welches das Weibchen die Eier ablegt. Das Gelege und die Brut werden vom Männchen betreut. Die Art ernährt sich von Insektenlarven und anderen Kleintieren.

Lebensraum

Der Dreistachelige Stichling kommt in der Brachsenregion wie auch in stehenden Gewässern vor. Die Art ist in Europa weit verbreitet, kommt jedoch ursprünglich in Österreich nicht vor. Die zahlreichen Vorkommen in Österreich sind vermutlich auf das Freisetzen durch Aquarianer und Gartenteichbesitzer zurückzuführen.


Auch die Kärntner Vorkommen in einem Baggersee westlich von Kleblach, in einem Drainagegraben bei St. Veit und in der Glan bei Ebenthal gehen auf Besatz zurück. Auch im Gewässersystem der Oberen Drau wurde die Art bestätigt.


Gefährdung

Da der Dreistachelige Stichling in Österreich ursprünglich nicht heimisch ist, kann auch keine Gefährdung angegeben werden.


Rote Liste Kärnten: nicht eingestuft (Neozoon)

Rote Liste Österreich: nicht eingestuft (Neozoon)