Fische

Reinanke (Coregonus sp. “Kärnten“)

Bild: Reinanke (Coregonus sp. “Kärnten“)

Beschreibung

Coregonus ist eine Gattung von Fischarten aus der Ordnung der Lachsartigen (Salmoniformes). Deutsche Namen sind Maränen, Rheinanken, Reinanken, Renken oder Felchen.


Nachdem die Renken nach der letzten Eiszeit in unsere Seen gekommen sind, haben sich je nach Gewässer unterschiedliche Formen entwickelt, welche oft auch anhand ihres äußeren Erscheinungsbildes voneinander unterschieden werden können. Es lassen sich aber auch genetische Unterschiede festmachen, die für manche Autoren auch Arten trennen. Die unterschiedlichen Formen haben auch zu unterschiedlichen Bezeichnungen geführt. Im Feldsee sind Peledmaränen (Coregonus peled) aus dem Einzugsgebiet der Ostsee besetzt worden und konnten dort einen eigenen Bestand etablieren.


In Kärnten am gebräuchlichsten ist die Bezeichnung Reinanke (wohl für unterschiedliche Arten und Formen).


Aufgrund des oben genannten ist die Reinanke beispielsweise mit der Äsche oder der Bachforelle verwandt. Dies zeigt sich durch das Vorhandensein der sogenannten Fettflosse zwischen der Rücken- und der Schwanzflosse. Ebenso allen „Kärntner Reinanken“ gemein sind ihr silberglänzender Körper, der kegelförmige, spitzschnauzige Kopf, die stark eingekerbte Schwanzflosse und die enge Mundspalte. Sie erreichen eine Länge von bis zu 50 cm. Eine besonders großwüchsige Form ist die Maräne. Sie wird bis zu 3 kg schwer. Auch mit ihr wurden Besatzmaßnahmen vorgenommen.


Lebensweise

Reinanken leben gerne in sauerstoffreichen, klaren und tiefen Seen. Dort halten sie sich vor allem im Freiwasserbereich auf.


Die Laichzeit der Reinanke ist im Winter (November bis Jänner) und beginnt bei einer Wassertemperatur von etwa 6 °C. Dabei werden die Eier oft im Freiwasser von den Weibchen ausgestoßen und von den Männchen befruchtet, von wo sie anschließend langsam zum Gewässerboden sinken.


Die Reinanke ernährt sich von Zooplankton und kleinen Bodenorganismen.


Lebensraum

Reinanken besiedeln vorwiegend stehende Gewässer. Sie sind ursprünglich Bewohner des Eismeeres, erst nach der letzten Eiszeit gelangten sie in unsere Seen.


In Kärnten kommt die Renke im Wörthersee, im Millstätter See, im Ossiacher See, im Weißensee, im Klopeiner See, im Faaker See, im Afritzer See, im Feldsee, im Keutschacher See und in den Draustauen Völkermarkt und Annabrücke vor.


Gefährdung

Aufgrund der unterschiedlichen Populationen in den verschiedenen Seen ist eine Zuordnung bzw. haltbare Trennung nur schwer möglich. Da es oft zu einer Vermischung der ursprünglich vorkommenden (autochthonen) Formen mit Besatzmaterial gekommen ist und es gewisse Unsicherheiten über das Vorkommen dieser Populationen gibt, kann für die Kärntner Seen keine Gefährdungsstufe angegeben werden.


Für eine Österreichweite Einschätzung der Gefährdungssituation ist die Datenlage dzt. noch unzureichend.


Für die Reinanken des Klopeiner Sees ist von einer ursprünglichen Population auszugehen, da hier nie ein Besatz stattgefunden hat. Diese Population stuft die Rote Liste Kärnten als stark gefährdet ein. Um ursprüngliche, angepasste Populationen zu erhalten darf daher kein Besatz mit nicht-autochthonen Stämmen durchgeführt werden.


Rote Liste Kärnten: nicht gefährdet - autochthone Form im Klopeiner See: stark gefährdet

Rote Liste Österreich: Datenlage ungenügend