Fische

Forellenbarsch (Micropterus salmoides)

Bild: Forellenbarsch (Micropterus salmoides)

Beschreibung

Wie der Gemeine Sonnenbarsch zählt auch der Forellenbarsch zur Familie der Sonnenbarsche (Centrarchidae). Die Art besitzt zwei Rückenflossen, wobei die erste mit Stachelstrahlen bewehrt ist. Die zweite Rückenflosse ist höher als die erste. Der Forellenbarsch hat einen hochrückigen Körper, er ist grau bis grün gefärbt und dunkel gefleckt. Entlang der Seitenlinie zieht sich ein unregelmäßiges dunkelgrünes Zick-Zack-Band. Die Art erreicht Längen von bis zu 50 cm.

Lebensweise

Forellenbarsche halten sich gerne an Seerosenfeldern, in Totholz und an Stegen sowie an Schilfkanten auf. Im Winter ziehen sie sich in die Tiefe zurück. In der Laichzeit von Mai bis Juli bauen die Männchen eine Laichgrube auf kiesigem Grund, welche zum Teil mit Wasserpflanzen ausgelegt wird. Das Gelege wird bis zum Ausschlüpfen der Jungen gegen Artgenossen und Fressfeinde verteidigt.


Jungfische ernähren sich von Zooplankton. Ältere Tiere hauptsächlich von Fischen aber auch von Benthosorganismen, Kaulquappen, Schnecken und Fröschen.


Lebensraum

Der Forellenbarsch bewohnt vor allem stehende Gewässer. Die Art kommt ursprünglich aus Nordamerika und wurde um 1900 in Kärnten besetzt. Der erste Besatz erfolgte im Forstsee und in den Hallegger Teichen. Heute findet man den Forellenbarsch im Wörthersee, im Hafnersee, im Keutschacher See, im Forstsee, im Hörzendorfer See und im Kleinsee. Rezente Nachweise gibt es aber auch aus der Glanfurt. In den Wörthersee gelangte der Forellenbarsch durch einen Dammbruch bei den Veldener Schlossteichen. Heute ist der Wörthersee eines der wenigen Gewässer mit einer starken Forellenbarschpopulation. Dabei handelt es sich um einen der wenigen Fälle in Mitteleuropa, wo sich ein isolierter Bestand weiterentwickelt hat.

Gefährdung

Durch die zunehmende Verbauung und Beunruhigung der Uferbereiche ist der Bestand mittlerweile stark zurückgegangen. Da der Forellenbarsch in Österreich nicht heimisch ist wird er jedoch in keine Gefährdungskategorie eingestuft.


Rote Liste Kärnten: nicht eingestuft (Neozoon)

Rote Liste Österreich: nicht eingestuft (Neozoon)