Fische

Schleie (Tinca tinca)

Bild: Schleie (Tinca tinca)

Beschreibung

Die Schleie ist neben dem Karpfen einer der bekanntesten Vertreter der karpfenartigen Fische. Auffällig sind die großen Flossen, kleinen Augen und der hohe Schwanzstiel. Die Schleie trägt zwei Bartfäden in den Mundwinkeln. Die Haut ist dick, schleimig und trägt sehr kleine Schuppen. Der Bauchbereich ist meist gelb, manchmal orange gefärbt. Die Art erreicht eine Länge von rd. 30 cm und ein Gewicht von bis zu 5 kg.

Lebensweise

Schleien sind dämmerungsaktive Fische, während des Tages ruhen sie sich meistens im Schutz von Wasserpflanzen aus. Schleien sind gegenüber hohen Temperaturschwankungen relativ unempfindlich. Sie halten im Bodenschlamm eine Winterruhe. Bei Temperaturen über 30 °C können Schleien einen „Wärmeschlaf“ halten. Dadurch können sie auch sehr flache Gewässer mit hohen Temperaturschwankungen besiedeln. Auch ist der Sauerstoffbedarf der Schleie nicht so hoch wie bei anderen Fischarten, sodass sie leichter in sauerstoffarmen Gewässern ohne Frischwasserzufuhr überleben können.


Die Laichzeit der Schleie ist im Juni und Juli und die Wassertemperatur beim Laichen beträgt 19-20 °C. Die Eier werden beim Laichvorgang auf Wasserpflanzen angeheftet. Die Larven entwickeln sich im warmen Wasser rasch.


Als Nahrung werden gerne Weichtiere wie Schnecken und Muscheln gefressen, aber auch Pflanzen stehen auf dem Speiseplan. Bei der Nahrungssuche wird in kleinen Trupps der Gewässergrund gezielt abgesucht und der Schlamm aufgewühlt.


Lebensraum

Die Schleie besiedelt die Barben- und Brachsenregion von Fließgewässern, lebt aber auch in stillen, flachen und krautreichen Seen und Augewässern, welche im Sommer sehr warm werden dürfen.


Das Verbreitungsgebiet der Schleie erstreckt sich beinahe über das gesamte gemäßigte Asien und Europa.


In Kärnten findet man die Art in fast allen stehenden Gewässern der Tallagen sowie in der Mittleren und Unteren Drau, der Unteren Glan und in Seeausrinnen. Auch in der Wölfnitz, im Villacher Warmbach und im Lendkanal kommen Schleien vor. Sogar im Koralmspeicher ist die Art zu finden.


Gefährdung

Die Schleie ist in Kärnten nicht als gefährdet eingestuft. Bezogen auf Gesamtösterreich gilt sie jedoch als gefährdet.


Rote Liste Kärnten: nicht gefährdet

Rote Liste Österreich: gefährdet