Fische

Blaubandbärbling (Pseudorasbora parva)

Bild: Blaubandbärbling (Pseudorasbora parva)

Beschreibung

Der Blaubandbärbling ist eine kleine, mit den Gründlingen verwandte Fischart mit großen Schuppen, kleinem Kopf und kleinem Maul. Seine Färbung ist silbrig und zum Rücken hin grünlichbraun. Die Art erreicht eine Länge von rd. 10 cm. Vor allem bei Jungtieren bildet sich bei Beunruhigung vom Maul bis zur Schwanzflosse ein auffälliger dunkler seitlicher Längsstreifen. Zur Laichzeit tragen die Schuppen der Männchen einen ausgeprägten schwarzen Rand und die Weibchen sind gelbgrün gefärbt.

Lebensweise

Blaubandbärblinge sind in der Lage, sehr verschiedene Habitate zu besiedeln. Dies zeigt ihre große Anpassungsfähigkeit. Die Fische laichen in Österreich in warmen Teichen ab, wobei sich die Laichzeit über lange Zeit (von Mai bis zum Herbst) erstreckt. Die Art ernährt sich hauptsächlich von Zooplankton. Die Aufnahme größerer Nahrung ist schon durch die kleine Maulöffnung nicht möglich. Bei Nahrungsmangel können Blaubandbärblinge auch Aufwuchsalgen abgeweidet.

Lebensraum

In Kärnten ist der Blaubandbärbling in der Brachsenregion und stehenden Gewässern anzutreffen. Ursprünglich stammt die Art aus dem gemäßigten Ostasien und wurde erstmals 1982 in der March und der Donau beobachtet. Heute kommt sie in ganz Österreichvor. In Kärnten gibt es bislang Nachweise aus dem Großedlinger Teich, dem Tragailer Teich, vereinzelt aus dem Faaker See und dem Ossiacher See-Abfluss sowie aus der revitalisierten Strecke der Lavant bei St. Paul.

Gefährdung

Der Blaubandbärbling wurde in Österreich und Kärnten eingeschleppt und ist nicht heimisch. Entsprechend wird kein Gefährdungsstatus vergeben.


Rote Liste Kärnten: nicht eingestuft (Neozoon)

Rote Liste Österreich: nicht eingestuft (Neozoon)