Fische

Giebel (Carassius gibelio)

Bild: Giebel (Carassius gibelio)

Beschreibung

Der Giebel zählt zu den Karpfenartigen. Er ist mit der Karausche sehr nahe verwandt, weshalb es zwischen diesen beiden Arten oft zu Verwechslungen kommt. Im Gegensatz zur Karausche verläuft der Übergang vom Kopf zum Rücken beim Giebel aber mit einem deutlichen Knick, auch ist die Färbung des Giebels meist leicht silberglänzend. Eine verlässliche Differenzierung kann anhand der Zahl der Kiemenreusendornen und Schuppen entlang der Seitenlinie erfolgen.


Giebel verfügen über die Fähigkeit zur Gynogenese, einer Form der ungeschlechtlichen Vermehrung.


Der Goldfisch ist eine alte Zuchtform des Giebels.


Lebensweise

Giebel sind Generalisten, d.h. sie stellen keine besonderen Ansprüche an ihre Umwelt und sind gegen Umwelteinflüsse sehr tolerant. Die Laichzeit des Giebels ist im Frühsommer (Mai bis Juli). Die Larven heften sich mit Hilfe von Klebedrüsen an ihrem Kopf an Wasserpflanzen fest. Giebel sind omnivor (Allesfresser).

Lebensraum

Der Giebel bewohnt stehende Gewässer und die Brachsenregion von Fließgewässern. Das Vorkommen des Giebels ist in Europa seit dem 16. Jhdt. bekannt. Für Kärnten stammt der älteste Nachweis aus den 1990er Jahren aus dem Flachwasserbiotop Neudenstein in der Drau. Heute befindet sich ein großer Bestand im Weizelsdorfer Badeteich und man findet die Art auch in der Unteren Glan und der Unteren Gurk. Im Weißensee wurde 2002 eine natürliche Vermehrung der Art nachgewiesen.

Gefährdung

Der Giebel gilt für Kärnten als Neozoon. Entsprechend wird kein Gefährdungsgrad angegeben. Wo der Giebel in Österreich eventuell als autochthon (ursprünglich heimisch) angesehen werden kann, gilt die Art nicht als gefährdet.


Rote Liste Kärnten: nicht eingestuft (Neozoon)

Rote Liste Österreich: nicht gefährdet