Fische

Weißflossengründling (Romanogobio vladykovi)

Bild: Weißflossengründling (Romanogobio vladykovi)

Beschreibung

Der zu den Karpfenartigen zählende Weißflossengründling unterscheidet sich von den anderen Gründlingsarten durch die ungefleckte Rücken-, After- und Schwanzflosse. Die Poren der Seitenlinie sind oben und unten dunkel eingefasst. Die durchschnittliche Länge liegt bei 10 bis 15 cm. Der Weißflossengründling wurde erst im 20. Jahrhundert erstbeschrieben. Die Analöffnung liegt, ähnlich wie beim Kessler – Gründling näher am Bauchflossen- als am Afterflossenansatz. Der Augendurchmesser ist mindestens so groß wie der Augenabstand. Die Bartfäden reichen zurückgelegt bis etwa zum Augenhinterrand.

Lebensweise

Der Weißflossengründling lebt als geselliger Bodenfisch. Die Tatsache, dass die Fischart mittels Elektrobefischung vor allem nachts gefangen wird legt nahe, dass sich der Weißflossengründling tagsüber eher in den Tiefenbereichen aufhält. Die Laichzeit fällt in die Monate Mai und Juni. Als Nahrung nutzt der Weißflossengründling kleine Bodentiere und Algen.

Lebensraum

Der Weißflossengründling bewohnt die Barben- und Brachsenregion. Generell bevorzugt er höhere Strömungsgeschwindigkeiten, kommt allerdings auch in langsamer fließenden Abschnitten und in Altarmen vor. In Kärnten wurde die Art erstmals im Jahr 1996 im Draustau Lavamünd nachgewiesen. Heute kennt man Vorkommen auch aus dem Stauraum Schwabegg, der Rosegger Drauschleife und der Unteren Gurk.

Gefährdung

In den letzten Jahren wurde der Weißflossengründling in Kärnten von stark gefährdet auf gefährdet zurückgestuft. In der Roten Liste Österreich gilt die Art bereits nicht mehr als gefährdet. Die FFH- Richtlinie führt die Art im Anhang II.


Rote Liste Kärnten: gefährdet

Rote Liste Österreich: nicht gefährdet

Art der FFH-Richtlinie Anhang II