Fische

Barbe (Barbus barbus)

Bild: Barbe (Barbus barbus)

Beschreibung

Barben gehören zu der Familie der Cypriniden (Karpfenartige), im speziellen zu den Flusscypriniden. Am Auffälligsten ist die rüsselartig verlängerte Schnauze mit den vier Bartfäden am Rand der Oberlippe. Ihre Mundspalte findet sich auf der Körperunterseite (man spricht dann von einem unterständigen Maul). Die Art erreicht eine Länge von bis zu 90 cm. Die Barbe ist speziell an das Leben am Grund eines Fließgewässers angepasst. So hat sie durch ihren nahezu drehrunden Körperbau nur einen geringen Strömungswiderstand.

Lebensweise

Als typischer Grundfisch hält sich die Barbe hauptsächlich in Bodennähe eines Gewässers auf und „gründelt“ dort nach Nahrung und die Bartfäden helfen beim Ertasten und Erschmecken der derselben. Barben ziehen gern in kleineren Trupps zur Nahrungssuche flussaufwärts, wobei oft beachtliche Distanzen pro Tag zurückgelegt werden können. Die Art macht in größeren Schwärmen auch sehr lange Laichwanderungen, oft bis zu 100 km in die Flussoberläufe. Dort werden die Eier an Schotterbänken mit geeignetem Substrat abgelegt. Die Larven schlüpfen je nach Wassertemperatur nach wenigen Tagen.


Barben haben ein weites Nahrungsspektrum welches von Weichtieren über Benthosorganismen bis hin zu Aufwuchsalgen reicht.


Lebensraum

Die Barbe ist Leitfischart der gleichnamigen Barbenregion und Begleitart in der Äschen- und Brachsenregion. Sie kommt in Kärnten beispielsweise in den Unterläufen von Drau, Gurk, Gail, Lavant und Glan vor.

Gefährdung

Auf Grund von Kontinuumsunterbrechungen an Fließgewässern ist der Lebensraum der Barbe vor allem während ihrer Laichwanderungen stark eingeschränkt, sodass die Bestände bereits zurückgegangen sind. Auf der roten Liste der Fische befindet sich die Barbe in Österreich auf der Vorwarnstufe und in Kärnten ist sie bereits gefährdet Die FFH-Richtlinie führt die Art im Anhang V. Fischaufstiegshilfen, wie jene an der Drau beim KW Schwabegg sollen zukünftig eine Wanderung und somit weitere Besiedlung ermöglichen.


Rote Liste Kärnten: gefährdet

Rote Liste Österreich: Vorwarnstufe

Art der FFH-Richtlinie Anhang V