Fische

Kaulbarsch (Gymnocephalus cernuus)

Bild: Kaulbarsch (Gymnocephalus cernuus)

Beschreibung

Der zur Familie der Percidae (Barschartige) zählende Kaulbarsch hat untypischer Weise eine ungeteilte Rückenflosse, wobei der vorderer Teil stachelstrahlig und der hintere Teil gabelstrahlig geblieben ist. Rücken- und Schwanzflosse zeigen dunkle Fleckenreihen. Der Kopf ist stumpfschnauzig und an der Unterseite des Kopfes befinden sich sog. Schleimguben, die zusätzlich zum Seitenlinienorgan Bewegungsreize wahrnehmen können. Die Kiemendeckel tragen einen langen, starken Dorn. Die Art erreicht Körperlängen von bis zu 15 cm.

Lebensweise

Der Kaulbarsch hält sich vornehmlich in Gruppen an tieferen Stellen in Seen und größeren Fließgewässern mit sandigem Boden auf. Das Ablaichen erfolgt bei Wassertemperaturen von 10 bis 15 Grad. Die Eier werden in gallertartigen Schnüren und Klumpen an Steinen, seltener an Wasserpflanzen abgelegt. Die Nahrung besteht aus Würmern, Flohkrebsen, Insektenlarven, kleinen Weichtieren und Fischbrut. Als Laichräuber ist der Kaulbarsch teilweise für den Rückgang anderer Fischarten (z.B. Laube und Zander) verantwortlich zu machen.

Lebensraum

In Kärnten ist der Kaulbarsch in der Brachsenregion und stehenden Gewässern anzutreffen. Im Frühjahr 1989 wurden erstmals im Millstätter See Kaulbarsche gefangen. Diese wurden wohl im Zuge von Besatzmaßnahmen mit Flussbarschen eingeschleppt. Heute findet sich die Art auch in den Draustauen unterhalb von Villach, dem Völkermarkter Draustau, der Unteren Gurk, der Glan, der Tiebel, dem Rauschele-, Wörther- und Weißensee, dem Ossiacher Seebach und dem Treimischer Teich.

Gefährdung

Der Kaulbarsch wurde in Kärnten eingeschleppt und ist nicht heimisch.


Rote Liste Kärnten: nicht gefährdet (Neozoon)

Rote Liste Österreich: nicht gefährdet