Fische

Frauennerfling (Rutilus pigus)

Bild: Frauennerfling (Rutilus pigus)

Beschreibung

Der zu den Karpfenartigen zählende Frauennerfling hat einen Körperbau der dem des Rotauges ähnelt. Mit bis zu 50 cm Körperlänge ist er jedoch deutlich größer und auch etwas hochrückiger. Die Iris ist nicht rot. Er besitzt ein unterständiges Maul. Seine Färbung ist grünlich bis bräunlich. Die Schuppen sind relativ groß und bilden ein deutliches Netzmuster an den Flanken.

Lebensweise

Der Frauennerfling hält sich gerne in der Strömung auf. Er steht dort in kleinen Gruppen. Frauennerflinge laichen im April oder Mai in Schwärmen ab. Sie wandern dazu stromauf und gehen teilweise in die Zubringerbäche. Die Eier werden in Sand- und Kiesbänken abgelegt, sind klebrig und haften an Steinen und Pflanzen. Der Fisch ernährt sich von kleinen Wirbellosen wie Insektenlarven, Würmen und Schnecken.

Lebensraum

Der Frauennerfling ist eine Fischart der Brachsenregion. Er kommt in der Drau bei Lavamünd sowie in der unteren Lavant vor. Einzelindividuen konnten in der Linsendorfer Schleife, in der unteren Glan und in der Drau bei Guntschach nachgewiesen werden. Früher wurde der in Österreich vorkommende Frauennerfling als Unterart des „Pigo“ angesehen, der in Norditalien und der Schweiz lebt. Heute geht man eher davon aus, dass der Frauennerfling aus der Donau stammt, und bereits im Mittelalter in Italien eingeführt wurde.

Gefährdung

Durch sein Wanderverhalten ist der Frauennerfling stark von Kraftwerksbauten betroffen. Der Verlust von Laichplätzen und Jungfischhabitaten lässt die Populationen schrumpfen. In Österreich und Kärnten gilt die Art als stark gefährdet. Die Art genießt Schutzstatus gemäß Anhang II der FFH-Richtlinie.


Rote Liste Kärnten: stark gefährdet

Rote Liste Österreich: stark gefährdet

Art der FFH-Richtlinie Anhang II