Fische

Rapfen (Aspius aspius)

Bild: Rapfen (Aspius aspius)

Beschreibung

Der Rapfen, ein Vertreter der Karpfenartigen (Cyprinidae) besitzt einen gestreckten, relativ schlanken Körper mit gegabelter Schwanzflosse. Rücken- und Afterflosse sind spitz ausgezogen. Jungfische können orange Flossenfärbung aufweisen. Adulte sind meist graubraun gefärbt. Als Räuber verfügt der Rapfen über ein relativ großes, oberständiges Maul. Der Unterkiefer ist stark ausgebildet und trägt an der Spitze einen Haken. Die Afterflosse ist konkav (nach innen gewölbt). Er kann eine Länge von bis zu einem Meter bei einem Gewicht von bis zu 12 kg erreichen. Rapfen gehören zu den schnellwüchsigsten Fischen.

Lebensweise

Der Rapfen ist der einzige, als Adulter rein fischräuberisch lebende, europäische Karpfenfisch (Cyprinidae). Der Rapfen ist kein Schwarmfisch, trotzdem jagen sie oft gemeinsam in kleinen Gruppen von zwei bis fünf Fischen. Jungfische halten sich gern im Flachwasser auf und ernähren sich von Benthosorganismen. Die Laichgründe des Rapfens sind flache, schnell überströmte Bereiche mit Kiesgrund. Laichzeit ist, je nach Wassertemperatur von März bis Juni. Zur Laichzeit ziehen die Rapfen in Gruppen zu den Laichplätzen um ihre klebrigen Eier abzulegen.

Lebensraum

Der Rapfen besiedelt die Barben- und Brachsenregion großer Tieflandflüsse und ihre Altarme.


Der Rapfen ist ein typischer Donaufisch und in ganz Österreich außer Tirol, Vorarlberg und Kärnten heimisch. In Kärnten dürfte er im Zuge von Besatzmaßnahmen mit anderen Fischarten eingeschleppt worden sein. Inzwischen kommt der Rapfen im Abfluss des Ossiacher Sees und in der Drau, im Stau Annabrücke, im Stau Rosegg und im Völkermarkter Stausee vor.


Gefährdung

Der Rapfen wurde in den Anhang II der FFH-Richtline aufgenommen und gilt in Österreich als stark gefährdet. Da er in Kärnten nicht heimisch ist, kann hier auch keine Gefährdung angegeben werden.

Rote Liste Kärnten: nicht gefährdet

Rote Liste Österreich: stark gefährdet

Art der FFH-Richtlinie Anhang II