Fische

Hecht (Esox lucius)

Bild: Hecht (Esox lucius)

Beschreibung

Der Hecht zählt zur eigenen Familie der Esocidae (Hechtartige). Er hat einen auffällig gestreckten, pfeilförmigen Körper, dem er wohl auch seinen englischen Namen „pike“ verdankt. Etwa ein Viertel seiner Länge nimmt der abgeflachte Schädel, mit dem oberständigen Maul, welches an die Form eines Entenschnabels erinnert, ein. Im Maul befinden sich bis zu 700 scharfe, nach hinten gerichtete Zähne. Die Färbung des Fisches ist grün- bis graubraun mit hellen ovalen Flecken an den Seiten. Die Flossen können rötlich gefärbt sein. Die Rückenflosse ist nach hinten verlagert, und bildet mit After- und Schwanzflosse, eine Art Ruderblatt, welches durch seine große Fläche ein schnelles Beschleunigen ermöglicht. Die Männchen werden bis 1 m, die Weibchen bis 1,5 m lang. Das größte in Kärnten gefundene Exemplar war ein 1,47 m langer, und 29 kg schwerer Rogner aus de Längsee. Der wissenschaftliche Name Esox lucius bedeutet zu Deutsch etwas reißerisch „hungriger Wolf“. Hechte besitzen eine starke Magensäure, die in der Lage ist, selbst Metalle aufzulösen.

Lebensweise

Der Hecht ist ein Standfisch und lauert regungslos zwischen Wasserpflanzen auf Beute.


Die Männchen werden mit 2 bis 3, die Weibchen mit 3 bis 4 Jahren geschlechtsreif. Zur Laichzeit im März und April ziehen die Fische ins Flachwasser. Das Ansteigen der Wassertemperatur ist der Reiz zur Eiablage. Die Eier werden im flachen Wasser portionsweise abgegeben und vom Männchen befruchtet. Die klebrigen Eier haften an Wasserpflanzen oder Totholz und können auch von Wasservögeln verfrachtet werden. Ihre Entwicklung dauert, je nach Temperatur, bis zu 30 Tage. Danach schlüpfen die etwa 10 mm großen Larven, die sich an Wasserpflanzen heften bis ihr Dottersack aufgebraucht ist. Ab einer Länge von 15 mm beginnen die Jungfische mit der Jagd auf Planktonkrebse. Die Überlebensrate vom Ei zum einjährigen Fisch beträgt weniger als 0,5 %.


Der Hecht ist einer der größten Raubfische in unseren Breiten, in vielen Gewässern steht er an der Spitze der Nahrungskette. Während sich junge Hechte noch hauptsächlich von Insektenlarven ernähren, sind sie ab einer Länge von etwa 15 cm in der Lage Fische und andere kleine Wirbeltiere zu erbeuten. Ausgewachsene Tiere können auch Frösche und Reptilien, Kleinsäuger und in seltene Fällen Wasservögel jagen. Hechte sind nicht in der Lage ihre Nahrung zu kauen, stattdessen wird sie im Ganzen verschluckt.


Lebensraum

In den Fließgewässern besiedelt der Hecht die Brachsen-, Barben- und Äschenregion. Der Hecht bevorzugt warme, klare Gewässer mit ausgeprägten Pflanzenbeständen, er kommt in Seen, Teichen und Altarmen vor. Der Hecht lebt in fast allen Kärntner Seen und Seeabflüssen. Er besiedelt z.B. die Untere Glan, die Untere Gurk, die Untere Lavant. Gute Hechtbestände finden sich aber auch in den Stauräumen der Drau. Im Weißensee ist der Hecht nicht heimisch, er kam erst durch Besatz in das Gewässer.

Gefährdung

In der Roten Liste Österreichs wird der Hecht als in die Vorwarnstufe eingestuft, in Kärnten gilt die Art nicht als gefährdet.


Rote Liste Kärnten: nicht gefährdet

Rote Liste Österreich: Vorwarnstufe