Fische

Flussbarsch (Perca fluviatilis)

Bild: Flussbarsch (Perca fluviatilis)

Beschreibung

Der Flussbarsch zählt zur Familie der Echten Barsche (Percidae). Er ist wohl einer der bekanntesten Fischarten unserer heimischen Gewässer. Sowohl seine markante Erscheinungsform, als auch seine häufige Verbreitung tragen dazu bei. Da er sehr beißfreudig und neugierig ist, ist er meistens einer der ersten Fische, die dem Jungangler an den Haken gehen. Typisch ist die geteilte Rückenflosse in einen vorderen, stachelstrahligen und einen hinteren, weichstrahligen Abschnitt. Als Schutz gegen Fressfeinde verfügt er über einen starken Dorn am Hinterrand des Kiemendeckels. Der Flussbarsch kann eine Länge von bis zu 30 cm erreichen, bleibt jedoch zumeist deutlich kleiner. Größere Exemplare sind aus den Draustauen bekannt. Auffällig ist auch die Zeichnung mit 6 bis 9 dunklen Querbinden. Der Barsch besitzt nicht, wie die meisten Fischarten Kärntens, normale Rundschuppen, sondern sogenannte Kammschuppen, die am Hinterrand kammartig gezahnt sind. Daher fühlt sich das Schuppenkleid des Barsches beim Anfassen rau an.


Hat der Flussbarsch keinen natürlichen Fressfeind, wie z.B. den Hecht oder den Wels so kann es zu einer massenhaften Vermehrung kommen. Da es dann meistens zu einer Nahrungsknappheit kommt, bleiben die Barsche relativ klein (bis etwa 12 cm) und wachsen nur mehr spärlich. Man spricht dann von einer „Verbuttung“ des Bestandes. Bei solchen Beständen sind die Barsche bereits ab einer Größe von 7 bis 8 cm laichreif.


Lebensweise

Als Jungfisch ist der Barsch ein ausgesprochener Schwarmfisch. In größeren Verbänden wird das Wasser nach Nahrung abgesucht, der Fressneid ist dabei bei dieser Fischart besonders ausgeprägt. Ausgewachsene Barsche sind dagegen eher Einzelgänger, bzw. bilden sie nur mehr Trupps mit wenigen Fischen.


Die Laichzeit des Barsches erstreckt sich von März bis Juni, je nach Wassertemperatur, wobei die Hauptlaichzeit bei den meisten Beständen im Mai liegt. Die Männchen sind meistens nach dem 2. Lebensjahr geschlechtsreif, die Weibchen ab dem 3. Lebensjahr.


Während des Laichvorgangs werden vom Weibchen die Eier in Form eines einzigen großen netzartigen Laichbands an Wasserpflanzen, Steinen, Wurzeln und Ästen angeklebt, welches anschließend von einem oder gleich mehreren Männchen befruchtet wird.


Jungfische ernähren sich hauptsächlich von Zooplankton und Zoobenthos sowie von Anflugnahrung, erwachsene Fische hauptsächlich von Jungfischen, Fischlaich und kleine Weichtieren. Eine weitere Besonderheit des Barsches ist der Kannibalismus untereinander, welcher bei dieser Fischart doch auffällig stark ausgeprägt ist. So kommt es nicht selten vor, dass sich große Raubbarsche fast ausschließlich von ihren kleineren Artgenossen ernähren.


Lebensraum

Die ursprüngliche Verbreitung des Flussbarsches liegt in den nördlichen Breiten Eurasiens. Er bevorzugt relativ warmes, nicht zu schnell fließendes Wasser und erhebt einen Anspruch auf gute Wasserqualität, sonst ist er jedoch relativ anpassungsfähig. Der Flussbarsch kommt in der Äschenregion, Barbenregion und Brachsenregion vor. In Kärnten lebt er in fast allen Seen und den Unterläufen der größeren Fließgewässer.

Gefährdung

Der Flussbarsch ist sowohl in der Roten Liste der Fischarten Österreich als auch in der Roten Liste Kärnten als nicht gefährdet ausgewiesen.


Rote Liste Kärnten: nicht gefährdet

Rote Liste Österreich: nicht gefährdet