Fische

Bachsaibling (Salvelinus fontinalis)

Bild: Bachsaibling (Salvelinus fontinalis)

Beschreibung

Der zu den Lachsartigen (Salmonidae) zählende Bachsaibling verfügt über eine ziemlich auffällige Färbung. Die paarigen Flossen und die Afterflosse haben am Vorderrand einen weiß-schwarzem Saum. Der Rücken und die Seiten sind braun und oliv marmoriert. Der Fisch erreichte eine maximale Länge von ca. 45 cm. Besonders auffällig ist die Färbung der Bachsaiblinge, vor allem während der Laichzeit.


Die Kreuzung zwischen Bachsaibling und Seesaibling nennt man „Elsässer Saibling“, welche in der Teichwirtschaft genutzt wird. Diese Fische sind ihrerseits wieder fruchtbar und wurden erstmals im Elsass erfolgreich gezüchtet.


Eine zweite Kreuzung zwischen Bachsaibling und Bachforelle ergibt den sterilen „Tigerfisch“. Der Name kommt von der auffälligen, tigerähnlichen Musterung des Fisches.


Lebensweise

Durch das ausgeprägte Territorialverhalten des Bachsaiblings kommt es öfter, speziell während der Laichzeit, zu Revierkämpfen. Der Bachsaibling ist einer der anpassungsfähigsten Salmoniden. Er ist nicht so stark auf Unterstände angewiesen wie die heimische Bachforelle und verträgt auch viel größere Schwankungen des pH-Wertes. Bei zu hohen Wassertemperaturen (ab ca. 16 °C) reagiert er aber empfindlicher als andere Salmoniden, wobei oft Krankheiten auftreten können. Da der Bachsaibling ähnliche Habitate benötigt wie die Bachforelle, kann er für diese zu einem ernsten Konkurrenten werden. Im Nationalpark Hohe Tauern läuft deshalb seit längerem ein Projekt zur Saiblingsreduktion um den Bestand der ursprünglichen Bachforelle zu stützen.


Sobald die Jungfische in der Lage sind Nahrung aufzunehmen, ernähren sie sich hauptsächlich von Zooplankton, kleinen Insekten und Bodenorganismen. Adulte ernähren sich von größeren Bodenorganismen und Insekten, kleinen Fischen und Fröschen.


Männchen werden ab dem 2., Weibchen ab dem 3. Lebensjahr geschlechtsreif. Während der Laichzeit von September bis Dezember schlagen die Weibchen Kiesgruben, worin sie anschließend ihre Eier ablegen. Noch während der Eiablage werden die Eier von einem Männchen befruchtet. Die Entwicklung der Eier dauert, je nach Wassertemperatur, in etwa ein bis eineinhalb Monate.


Lebensraum

Ursprünglich stammt der Bachsaibling aus dem Osten Nordamerikas. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde er in Europa eingebürgert, da hier ähnliche klimatische Bedingungen wie in Nordamerika herrschen.


Bachsaiblinge kommen in Fließgewässern von der Forellen- bis zur Äschenregion vor. Sie wurden auch in vielen Gebirgsseen (z.B. Flattnitzer See, Stappitzer See) eingesetzt, wo sich stabile Populationen entwickelt haben.


Der Bachsaibling ist in Kärnten nicht heimisch, jedoch in der Teichwirtschaft ein bedeutender Wirtschaftsfisch und auch angelfischereilich interessant.


Gefährdung

Als durch den Menschen eingeschleppte Art genießt der Bachsaibling keinen Gefährdungsstatus.


Rote Liste Kärnten: nicht gefährdet (Neozoon)

Rote Liste Österreich: nicht eingestuft