Fische

Äsche (Thymallus thymallus)

Bild: Äsche (Thymallus thymallus)

Beschreibung

Die Äsche gehört zu den Salmoniden, und verfügt entsprechend am Rücken vor der Schwanzflosse über eine sog. Fettflosse. Äußerlich am Auffälligsten ist die Äschenfahne, die besonders beim ausgewachsenen Männchen, oft lange prächtig gefärbte Rückenflosse.


Namensgebend für die Art ist aber ihr charakteristischer an Thymian (Thymus) erinnernder Geruch. Äschen werden bis 50 cm lang und bis zu 1 kg schwer.


Lebensweise

Die Äsche ist ein geselliger Fisch, der in kleinen Schwärmen oder Gruppen lebt. Nach der Larvenphase, die der Fisch im Lückenraum (Interstitial)verbringt, bis der Dottersack aufgebraucht ist hält sich die Jungäsche mit einer Körperlänge von ca. 20 – 35 mm am Gewässerboden im Hauptgerinne auf. Während der Wintermonate findet man Äschen an tiefen, strömungsberuhigten Stellen im Fluss.


Im Frühjahr (März bis Mai) unternimmt die Äsche lange Laichwanderungen (bis zu 100 km). Das Weibchen schlägt an einer seichten, überströmten Kiesbank eine Laichgrube aus und bedeckt die 3.000 bis 6.000 Eier nach der Befruchtung wieder mit Kies. Die Larven benötigen Bereiche mit geringer Fließgeschwindigkeit (< 20 cm/s) und schlammig, sandigem Untergrund.


Der Fisch ernährt sich von Insektenlarven, kleinen Würmer, Schnecken und Anflugnahrung. Ältere Exemplare jagen auch kleine Fische, wobei die relativ enge Mundspalte die Beutegröße beschränkt.


Lebensraum

Die Äsche ist die Leitfischart der Äschenregion (Hyporhithral) und Begleitart der Unteren Forellenregion (Metarhithral) und der Barbenregion (Epipotamal).

Das weltweite Verbreitungsgebiet der Äsche erstreckt sich über Europa, Sibirien, die Mongolei und Nordamerika.


Die Äsche fühlt sich in sauerstoffreichen, kühlen Fließgewässern wohl. Sie hält sich bevorzugt in klaren, schnell fließenden Gewässern mit Sand- oder Kiesgrund bei einer Wassertemperatur zwischen 4 und 18 Grad auf. Äschen halten sich gerne in zügig überströmten Bereichen frei im Fluss stehend, im Strömungsschatten einzelner Steine auf.


Ihr Hauptverbreitungsgebiete in Kärnten sind Obere und Mittlere Drau, Untere Möll, Gail, Mittlere und Untere Gurk, Glan, Vellach und Lavant. Ihre Höheverbreitung in Kärnten erstreckt sich von ca. 350 bis knapp über 1000 m.


Gefährdung

Heute ist die Äsche in vielen Gewässern stark bedroht. Grund ist vor allem der Verlust an Lebensräume. Querbauwerke verhindern Nahrungs- und Laichwanderungen und führen zur genetischen Isolation ganzer Populationen. Fehlende oder nicht erreichbare Laichplätze, Schwall- und Sunkbetrieb, Mangel an Jungfischlebensräumen und fischfressende Vögel und Säuger tragen das Ihrige dazu bei. Außerdem reagiert die Äsche empfindlich auf schlechte Wasserqualität.


Aktuell gelten für die Äsche folgende Gefährdungs- bzw. Schutzstati:

Rote Liste Kärnten: gefährdet

Rote Liste Österreich: gefährdet

Art der FFH-Richtlinie Anhang V